Politik

Springer nach SomaliaErkältungen in Afghanistan

04.02.2002, 12:45 Uhr

Fallschirmspringer der Luftlandebrigade 31 sollen eine deutsche Flugbasis in Somalia sichern. Die ersten Soldaten wurden bereits verlegt.

Die Oldenburger Luftlandebrigade 31 übernimmt vorläufig die Sicherung einer Flugbasis der Bundesmarine in Dschibuti. Wie der stellvertretende Kommandeur der Brigade, Oberst Volker Bescht, in Oldenburg mitteilte, wurden am Montag 40 Fallschirmjäger aus Varel (Kreis Friesland) nach Somalia in Ostafrika verlegt.

Im vierteljährlichen Wechsel mit Einheiten der Luftwaffe und Marine sollen die Fallschirmjäger künftig den Flugplatz Ambouli bewachen. Ambouli ist die Basis für Hubschrauber der Anti-Terror-Flotte der Deutschen Marine am Horn von Afrika. Die drei Fregatten des Einsatzverbandes sind mit Bordhubschraubern vom Typ "Sea-Lynx" ausgerüstet. Für Transportaufgaben sowie für Seenotfälle werden zwei Helikopter vom Typ "Sea King" in Ambouli stationiert.

Die rund 230 zu Jahresbeginn nach Afghanistan verlegten Soldaten der Brigade sind nach den Angaben von Bescht wohlauf. Einige litten allerdings unter Erkältungen. Eine der Ursachen sei eine starke Belastung der Luft mit Staub. Hinzu komme ein extremes Temperaturgefälle zwischen Tag und Nacht von etwa 30 Grad Celsius. Warmluftgeräte in den Unterkünften sorgten jedoch bereits für erträglichere Lebensbedingungen.