Politik

Occupy-Proteste Erneut Tausende auf der Straße

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(Foto: dpa)

Mit Trillerpfeifen und Trommeln gegen die Auswüchse des Kapitalismus: Erneut demonstrieren mehrere tausend Menschen gegen die Macht der Finanzinstitute. In Berlin umzingeln die Kapitalismus-Kritiker das Regierungsviertel, in Frankfurt das Bankenviertel. Sie fordern: "Echte Demokratie jetzt" und "Rettet endlich das Volk und nicht die Banken und Konzerne".

Tausende Menschen haben in Frankfurt am Main und in Berlin erneut gegen die Macht der Banken demonstriert. In Frankfurt umzingelten fast 10.000 Demonstranten mit einer Menschenkette das Bankenviertel. Im Berliner Regierungsviertel beteiligten sich zeitgleich laut Veranstalter an einer ähnlichen Aktion rund 8000 Menschen. Beide Kundgebungen verliefen nach Angaben der Polizei friedlich.

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Kapitalismus-Gegner in Berlin formieren sich zu einer Menschenkette.

(Foto: dpa)

"Diese Resonanz zeigt: Immer mehr Menschen haben es satt, dass die Finanzmärkte die Politik vor sich hertreiben und Großbanken ganze Gesellschaften erpressen können", sagte Max Bank vom Netzwerk Attac in Frankfurt. Der Sozialwissenschaftler Peter Grottian rief nach Angaben der Veranstalter zu weiteren gewaltlosen "Aktionen des zivilen Ungehorsams" auf.

Schon während des Protestmarsches in Berlin kritisierten verschiedene Redner den Einfluss der Großbanken und die für sie entwickelten Rettungspakete. Auf Transparenten forderten Teilnehmer "Echte Demokratie jetzt" oder "Die Welt ist keine Ware". Andere Slogans lauteten "Sklavenaufstand" sowie . "Rettet endlich das Volk und nicht die Banken und Konzerne".

Aufgerufen zu den Kundgebungen hatte die globalisierungskritische Organisation Attac gemeinsam mit dem Internet-Kampagnen-Netzwerk Campact und den Naturfreunden. Auch Mitglieder der Occupy-Bewegung, die in Frankfurt vor der Europäischen Zentralbank (EZB) und in Berlin in der Nähe des Kanzleramts und Reichstages zelten, nahmen an den Aktionen teil.

In Frankfurt hatte sich zur Abschlusskundgebung vor der Deutschen Bank auch der TV-Kabarettist Georg Schramm angekündigt. Im Protest- Camp vor der EZB fanden Konzerte statt. Um auf die Proteste aufmerksam zu machen, hatten Aktivisten bereits am Donnerstag auf einer Main-Brücke ein 13 Meter langes Banner mit der Aufschrift "Banken in die Schranken" entrollt. Das Bündnis "Banken in die Schranken" fordert eine demokratische Kontrolle der Großbanken und ein Verbot riskanter Finanzgeschäfte.

Quelle: n-tv.de, dsi/dpa

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