Politik

Gegenwind für Piraten FDP schmiert wieder ab

Kopie von 34fh0055.jpg558330807465256283.jpg

Gelegenheit, sich auszuruhen, hat eigentlich nur Merkel.

(Foto: dpa)

Trotz Parteitag: Die FDP rutscht wieder in den Keller. Nachdem die magische 5-Prozent-Hürde kurz in Sicht war, liegen die Liberalen in der jüngsten Forsa-Umfrage nur noch bei 4 Prozent. Auch die Piraten geben deutlich ab. Die Kanzlerin hat unterdessen Gelegenheit, sich etwas zu entspannen.

Zwei Parteien verlieren in der jüngsten Forsa-Sonntagsfrage im Auftrag von RTL und "Stern" an Zustimmung: die FDP und die Piraten. Die Liberalen geben trotz ihres Parteitages mit den Auftritten von Philipp Rösler und NRW-Spitzenkandidat Christian Lindner im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt ab – und liegen nun mit 4 Prozent wieder unter der bedeutenden 5-Prozent-Hürde. Die Piraten lassen nach den Diskussionen um Rechtsradikale in den eigenen Reihen sogar zwei Punkte auf der Strecke. Die Newcomer erreichen zurzeit 11 Prozent.

34h54254.jpg2525294399848337020.jpg

Piraten bilden ihr Logo nach - immerhin etwas.

(Foto: dpa)

Allerdings gibt es für die politischen Freibeuter viel Luft nach oben: Grundsätzlich finden es nämlich 57 Prozent der Bundesbürger gut, dass es mit den Piraten eine weitere Gruppierung im Parteiensystem gibt, 36 Prozent finden das nicht gut. Ob und in wie weit sich der Parteitag der Piraten auswirkt, wird sich erst in der nächsten Woche zeigen. Die Union macht unterdessen wieder Boden gut – sie kommt auf 36 Prozent (+1). Auch SPD und Linke legen zu: Die SPD schafft 25 Prozent (+1), die Linke nun 8 (+1). Die Grünen bleiben unverändert bei 12 Prozent.

Schlechter sieht es für die Sozialdemokraten aus, wenn es um die Kanzlerduelle geht. Alle drei zurzeit gehandelten Spitzenkandidaten liegen im Direktvergleich weit hinter der Amtsinhaberin. Angela Merkel liegt 19 Prozentpunkte vor Frank-Walter Steinmeier, 26 vor Peer Steinbrück und sogar 42 vor Sigmar Gabriel.

Wichtig für bevorstehende Wahlkämpfe könnte den Parteien sein, dass sich 83 Prozent der Bundesbürger für einen flächendeckenden Mindestlohn aussprechen. Lediglich 13 Prozent, darunter viele Selbstständige und nur wenige Arbeiter,  finden den Ansatz falsch. Sogar 80 Prozent der CDU/CSU-Anhänger befürworten den Mindestlohn. Unter den SPD-Anhängern sind es 88 Prozent, unter den Grünen 89 und bei der Linkspartei 91.

Die Deutschen schauen in diesen Wochen verstärkt auch ins Nachbarland Frankreich. Dort läuft die heiße Phase des Präsidentschaftswahlkampfes. Im Duell zwischen Amtsinhaber Nikolas Sarkozy und dem sozialistischen Herausforderer Francois Hollande stehen alle Zeichen auf Machtwechsel. Aus Sicht der Bundesbürger jedoch ist es besser, wenn Sarkozy Präsident bleibt: 48 Prozent sind dieser Meinung.  Nur 18 Prozent denken, dass es besser ist, wenn Hollande die Wahl gewinnt. Hintergrund dieses klaren Ergebnisses dürfte die bisher enge Abstimmung zwischen Sarkozy und Merkel hinsichtlich der europäischen Finanzkrise sein.

Quelle: n-tv.de, jmü

Mehr zum Thema