Politik

Einschüchterung durch Regierung? Femen-Mitglieder schwer verprügelt

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Nach dem Vorfall veröffentlichte Femen mehrere Fotos. Sie zeigen die Aktivisten mit zerschundenen Gesichtern.

(Foto: femen.org)

Schon mehrfach attackierten Unbekannte die Nackt-Aktivisten von Femen. Nun werden sie wieder Opfer einer brutalen Prügelattacke. Die ukrainische Leiterin der Gruppe und zwei ihrer Mitstreiter werden verletzt - sie beschuldigen staatliche Sicherheitskräfte. Es war nicht der erste Vorfall dieser Art.

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Anna Guzol sagte, sie sei aufgrund der Schläge kurzzeitig bewusstlos geworden.

(Foto: femen.org)

Die ukrainische Chefin der Frauenrechtsgruppe Femen und zwei ihrer Kollegen sind nach eigenen Angaben von staatlichen Sicherheitskräften brutal verprügelt worden. Anna Guzol berichtete, sie sei beim Verlassen eines Wohnhauses in der Schwarzmeerstadt Odessa von Spezialeinheiten geschlagen worden.

Mit ihr seien bei der Attacke auch die Aktivistin Alexandra Schewtschenko und der Femen-Berater Viktor Swijazki verprügelt worden. Offenbar solle die für ihre barbusigen Protestaktionen bekannte Feministengruppe durch derartige Attacken mundtot gemacht werden, sagte Guzol.

Schon der fünfte Vorfall

"Mein Gesicht ist zerschunden, ich habe Blutergüsse an der Brust und am Rücken", sagte Guzol. "Nach den Schlägen war ich eine Weile bewusstlos." Ihre beiden Begleiter hätten ähnliche Verletzungen davongetragen. Femen veröffentlichte mehrere Fotos auf ihrer Internetseite, unter anderem aus dem Innern eines Krankenwagens. Ihre Gesichter sind geschwollen, teilweise bluten die Aktivisten.

Die Polizei von Odessa ermittelt wegen eines Falles von "geringfügiger Körperverletzung". Die Frauenrechtsgruppe beschuldigt die ukrainische Regierung, den mittlerweile fünften Übergriff gegen Femen-Aktivisten in Auftrag gegeben zu haben, um sie aus dem Land zu drängen. Swijazki musste bereits vergangenen Monat nach einer schweren nächtlichen Prügelattacke im Krankenhaus behandelt werden. Guzol wurde nach eigenen Worten schon zwei Mal von Fremden auf der Straße ins Gesicht geschlagen.

Quelle: ntv.de, jtw/AFP

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