Politik

Wegen NSA-Spionage Frankreich bestellt US-Botschafter ein

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Stein des Anstoßes: Die Aktivitäten des US-Geheimdienstes NSA

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Vorwürfe sind zwar alles andere als neu, aber erst jetzt bringt ein neuer Zeitungsbericht den Stein in Frankreich ins Rollen: Nun muss der amerikanische Botschafter in Paris Rechenschaft über die Spionageaktivitäten des US-Geheimdienstes NSA ablegen.

Nach einem neuen Bericht über das Ausmaß der US-Spionage hat Frankreich den Botschafter der Vereinigten Staaten ins Außenministerium einbestellt. "Wir sind bereits im Juni alarmiert worden und haben deutlich reagiert, aber offensichtlich muss man weiter gehen", sagte Außenminister Laurent Fabius am Rande eines Treffen mit europäischen Amtskollegen in Luxemburg. Unter Partnern sei es nicht hinnehmbar, dass durch Spionage die Privatsphäre verletzt werde. Es müsse sehr schnell sichergestellt werden, dass sich diese Praktiken nicht wiederholen.

Die französische Tageszeitung "Le Monde" hatte zuvor berichtet, dass der US-Geheimdienst NSA in Frankreich vermutlich nicht nur Terrorverdächtige, sondern auch Personen aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung ausspionierte. So sollen vom 10. Dezember 2012 bis zum 8. Januar 2013 rund 70,3 Millionen Datensätze zu Telefonverbindungen registriert worden sein.

Das deutsche Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" hatte darüber bereits im Juni berichtet. In Deutschland war die Überwachung den Enthüllungen des US-Informanten Edward Snowden zufolge noch wesentlich intensiver. Der von den USA verfolgte 30-Jährige lebt mittlerweile in Russland.

Quelle: n-tv.de, dpa

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