Politik

Nach Stichwahl in Frankfurt am Main Gespräche über Zusammenarbeit

In Frankfurt am Main wird das Bärenfell verteilt. Nach der Wiederwahl der christdemokratischen Oberbürgermeisterin Petra Roth nehmen die Parteien jetzt Gespräche über eventuelle Bündnisse im Rathaus Römer auf.

Die SPD kündigte neben internen Beratungen auch Unterredungen mit CDU, FDP und Grünen über eine zukünftige Zusammenarbeit an. Im neuen Stadtparlament haben weder SPD und Grüne noch CDU und FDP eine eigenständige Mehrheit.

Am Sonntag hatte sich die 56-jährige Roth bei einer Stichwahl mit 53,1 zu 46,9 Prozent gegen den SPD-Herausforderer Achim Vandreike durchgesetzt.

Die Stichwahl war notwendig geworden, weil Vandreike Roth zwei Wochen zuvor überraschend die Mehrheit streitig gemacht hatte. Beim ersten Urnengang erzielte die Christdemokratin 48,6 Prozent der Stimmen, der SPD-Politiker Vandreike kam auf 34,4 Prozent. Bei der Stichwahl galt Roth als Favoritin.

Der SPD-Politiker gratulierte Roth am Sonntagabend schon kurz vor Verkündung des Endresultats zu ihrem Sieg. Roth bekräftigte am Wahlabend ihre Absicht, mit allen demokratischen Parteien im Römer zu sprechen. Dabei müsse aber berücksichtigt werden, dass die CDU die mit Abstand stärkste Fraktion im Stadtparlament stelle.

Insgesamt sind nach Wegfall der Fünf-Prozent-Hürde jetzt zehn Parteien im Römer vertreten, darunter die Flughafen-Ausbau-Gegner, die Republikaner, die PDS, eine Freie Wählergemeinschaft, die Gruppe "Öko-Linx" um die ehemalige Grünen-Fundamentalistin Jutta Ditfurth und eine Europa-Liste.

Die Wahlbeteiligung lag nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis nur bei 40,2 Prozent und damit noch einmal deutlich unter den 46,1 Prozent im ersten Wahlgang vor zwei Wochen. Rund 420.000 Bürger der Mainmetropole waren wahlberechtigt.

Quelle: ntv.de

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