Politik
FDP-Chef Lindner: Auf seine Partei entfallen den Umfragen zufolge weiterhin nur 8 Prozent.
FDP-Chef Lindner: Auf seine Partei entfallen den Umfragen zufolge weiterhin nur 8 Prozent.(Foto: picture alliance / Silas Stein/d)
Samstag, 16. Dezember 2017

RTL/ntv-Trendbarometer: Grüne weiter top, FDP eher nicht

Kurz vor Weihnachten erreichen die Parteien in der wöchentlichen Forsa-Erhebung ähnliche Werte wie bei der Bundestagswahl. Zwei Ausnahmen gibt es: die Grünen und die FDP. Der SPD hat ihr Parteitag keinen Aufschwung beschert.

Im RTL/ntv-Trendbarometer gibt es in dieser Woche kaum Veränderungen. CDU und CSU verlieren einen Punkt und erreichen nun 33 Prozent. Wie in der Vorwoche sagen 20 Prozent, sie würden SPD wählen, wenn am kommenden Sonntag gewählt würde.

Auf die Grünen entfallen unverändert 12 Prozent, auf die FDP weiterhin 8 Prozent. Bemerkenswert ist bei diesen Parteien, dass den einen die Jamaika-Sondierungen genutzt haben, den anderen nicht. Im Vergleich zu ihrem Bundestagswahlergebnis von 10,7 Prozent, aber auch im Vergleich zu den Umfragen in den Wochen nach der Wahl, ist der aktuelle Wert für die FDP schlecht. Offenbar haben es den Liberalen viele Wähler übel genommen, dass sie die Sondierungen haben platzen lassen. Umgekehrt verzeichnen die Grünen seit der Bundestagswahl (bei der sie 8,9 Prozent erreichten) einen Zuwachs.

Die Linke kommt auf 10 Prozent, die AfD auf 12 Prozent. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen liegt bei 21 Prozent und damit etwas unter dem Anteil der Nichtwähler bei der Bundestagswahl im September (23,8 Prozent).

Nur ein kleiner Lichtblick für die SPD

Die Umfrage wurde unmittelbar nach dem SPD-Parteitag durchgeführt. Offenbar ging von den Debatten und Beschlüssen dort kein Signal aus, das Wähler dazu bewegte, sich der SPD zuzuwenden. Die Sozialdemokraten hatten sich bei dem Parteitag in Berlin darauf verständigt, mit der Union in Sondierungsgespräche einzutreten, der Auftakt soll am kommenden Mittwoch stattfinden. SPD-Chef Martin Schulz ließ ausdrücklich offen, ob seine Partei am Ende in eine Große Koalition eintritt oder lediglich eine unionsgeführte Minderheitsregierung toleriert.

Bei der Kanzlerpräferenz verliert Amtsinhaberin Angela Merkel im Vergleich zur Vorwoche einen Prozentpunkt und liegt nun bei 48 Prozent. SPD-Chef Martin Schulz gewinnt einen Punkt hinzu und erreicht nun 21 Prozent. Aus Sicht der SPD ist dies vielleicht ein kleiner Lichtblick: Die Umfragewerte für die SPD haben sich im September nicht verändert, für Schulz geht es jedoch bereits zum dritten Mal in Folge um einen Punkt nach oben.

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Quelle: n-tv.de