Politik

Geheime Baupläne Gundremmingen verschwindet hinter Mauer

gundremmingen.jpg

Bislang sind die Standorte offenbar nicht sicher genug geschützt. Hier das AKW Gundremmingen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Vor zwei Jahren entschieden Bund und Länder, dass die deutschen Atomzwischenlager besser vor Terroranschlägen geschützt werden müssen. Jetzt verschwindet das erste Zwischenlager hinter einer Anti-Terror-Wand.

Das Atomzwischenlager beim bayerischen Kernkraftwerk Gundremmingen wird als erstes in Deutschland mit einer Mauer zusätzlich gegen Terroranschläge geschützt. Der Bau habe begonnen, sagte ein Kraftwerkssprecher. Nach Angaben des Bundesamts für Strahlenschutz in Salzgitter hatte Gundremmingen im Januar als erstes Zwischenlager die atomrechtliche Genehmigung erhalten. Für die anderen Lager liefen die Anträge noch.

In Gundremmingen, dem Standort des größten deutschen Atomkraftwerks, wird rund um das Lager eine 210 Meter lange, zehn Meter hohe und mindestens 85 Zentimeter dicke Stahlbetonwand errichtet. Nach Angaben der Betreiber hat die Schutzmauer nichts mit Strahlenschutz zu tun, sondern ist Teil eines des Konzepts zum Schutz des Objektes. Eine Sprecherin des bayerischen Umweltministeriums hatte von einer "Ertüchtigungsmaßnahme" gesprochen, deren genauen Baupläne geheim bleiben.

Auch der Sprecher des AKW Isar 2 in Essenbach bei Landshut bestätigte, dass das dortige Zwischenlager mit einer zusätzlichen Mauer gesichert werden soll.

Bund und Länder hatten 2012 entschieden, den Terrorschutz der zwölf Zwischenlager zu verbessern. Atomkraftgegner warnten schon vor den Terroranschlägen des 11. September 2001 vor den Gefahren, die in den Atommüll-Zwischenlagern steckten.

Quelle: n-tv.de, ppo/dpa

Mehr zum Thema