Politik

Sarrazin-Streit geht in neue Runde Gutachten spricht von Rassismus

Im Streit um einen Parteiausschluss von Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin aus der Berliner SPD bringt ein neues Gutachten den früheren Berliner Finanzsenator in Bedrängnis.

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Für seine Äußerungen erntete Sarrazin Beifall von rechten Parteien: Die NPD-Fraktion in Sachsen wollte ihn zum Ausländerbeauftragten machen.

(Foto: dpa)

Darin wird dessen umstrittene Migranten-Kritik in zentralen Passagen als "rassistisch" eingestuft, wie die "Berliner Morgenpost" und der RBB berichteten. Sarrazin will sich "mit allen Mitteln" gegen einen Parteiausschluss wehren.

Der SPD-Ortsverband Alt-Pankow und der Kreisverband Spandau legten den Berichten zufolge ein Gutachten des Politikwissenschaftlers Gideon Botsch vom Moses-Mendelssohn-Zentrum der Universität Potsdam vor. Der Wissenschaftler kommt demnach zu dem Schluss, dass die Äußerungen des früheren Berliner Finanzsenators in zentralen Passagen rassistisch seien.

Sarrazin hatte türkischen und arabischen Einwanderern in Berlin in einem Interview vorgeworfen, sie seien "weder integrationswillig noch integrationsfähig". Sie hätten "keine produktive Funktion, außer für den Obst- und Gemüsehandel" und produzierten "ständig neue kleine Kopftuchmädchen".

Quelle: n-tv.de, AFP

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