Politik

Das Friedensangebot des Scheichs Hamas zu Waffenstillstand bereit

Die militante Hamas-Bewegung schlägt neue Töne an. Unter bestimmten Bedingungen wolle sie ihre Selbstmordattentate in Israel stoppen, sagte ihr geistlicher Führer, Scheich Ahmed Jassin, der saudi-arabischen Zeitung "El Dschasira".

Wenn Israel nicht länger palästinensische Zivilisten angreife, werde seine Organisation keine Anschläge gegen Israelis mehr planen, so Jassin. "Wir verurteilen das Töten von Zivilisten", sagte der an den Rollstuhl gefesselte Scheich. "Aber die israelische Armee hat unser Volk in Dschenin und anderswo massakriert. Deshalb haben wir in derselben Weise reagiert."

Scheich Jassin kritisierte auch die amerikanische Unterstützung für Israel. Er rief die moslemischen Staaten auf, die politischen und wirtschaftlichen interessen der USA im Nahen Osten zu bedrohen.

Die Hamas gilt als Drahtzieher der meisten Attentate in Israel. Aus palästinensischen Kreisen war zuvor verlautet, Saudi-Arabien übe wachsenden Druck auf die Hamas aus, ihre Anschläge einzustustellen.

Israel erschießt Arzt aus Ost-Jerusalem

Israelische Soldaten erschossen unterdessen im Westjordanland erneut einen israelischen Araber. Nach palästinensischen Angaben handelte es sich bei dem Getöteten um einen Arzt aus Ost-Jerusalem. Die Soldaten feuerten an einem Kontrollpunkt nördlich der Stadt Hebron auf das Auto des Mannes, das sich daraufhin überschlug.

EU-Abkommen über Palästinenser steht bevor

Der spanische Außenminister Josep Pique erklärte, ein Abkommen über die Verteilung der 13 Palästinenser stehe kurz bevor. Die EU-Gesandten wollten letzte Fragen bei einem Treffen am kommenden Dienstag klären. Der spanische Ministerpräsident und amtierende EU-Ratspräsident Jose Maria Aznar sagte, es bestehe Einigung über den rechtlichen Status der Palästinenser in den Gastländern. Noch nicht klar sei, wer in welches Land gehen werde.

Arabische Außenminister unterstützen Friedensplan

Die arabischen Außenminister beschlossen in Beirut, sich weiter für die Nahost-Friedensinitiative des saudischen Kronprinzen Abdullah einzusetzen. Der libanesische Außenminister Mahmud Hammud sagte, die Minister hätten darum schon Kontakt mit den USA, der EU, Russland, den Vereinten Nationen und einigen islamischen Staaten aufgenommen. Der Friedensplan des Kronprinzen bietet Israel normale Beziehungen zur arabischen Welt im Gegenzug für eine Rückgabe der 1967 eroberten Gebiete.

Quelle: ntv.de

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen