Politik

Stress in der US-Army Immer mehr Selbstmorde

Die Zahl der Selbstmorde beim Heer der US-Streitkräfte, der Army, war im vergangenen Jahr mit 160 so hoch wie noch nie.

Die US-Armee steht angesichts der langjährigen Kampfeinsätze im Irak und in Afghanistan unter großem Druck. "2009 war ein schmerzliches Jahr für die Army, was die Selbstmorde betrifft", sagte Oberst Christopher Philbrick in Washington. Philbrick ist Vizechef einer Einsatzgruppe, die Selbstmorde verhüten soll. Häufige Einsätze in diesen Kampfgebieten können nach Berichten von Offizieren Depressionen und Eheprobleme verschärfen.

Aus einer vom US-Verteidigungsministerium veröffentlichten Erklärung geht jedoch hervor, dass der Zusammenhang zwischen Kampfeinsätzen und Selbstmorden nicht selbstverständlich sei. Offenbar unterscheiden sich die Gründe für häufige Suizide von einem Army-Stützpunkt zum anderen. Ein Drittel der Soldaten, die sich das Leben nahmen, waren noch nicht in Kampfeinsätzen gewesen.

Hochrangige US-Militärs bemühen sich darum, dass seelische Probleme in den Streitkräften nicht mehr unter den Tisch gekehrt werden. Generalstabschef Mike Mullen appelliert an die Offiziere, sie sollten sicherstellen, dass Soldaten, die psychologische Hilfe brauchen, weder lächerlich gemacht, noch in ihrer Laufbahn benachteiligt werden.

Quelle: ntv.de, AFP

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