Politik

"Großer Prophet 4" abgeschossen Iran testet Raketen

Die iranischen Revolutionsgarden beginnen ein Militärmanöver mit Raketentests. Zwei Kurzstreckenraketen seien zu Beginn des Routinemanövers erfolgreich abgefeuert worden, berichten iranische Medien.

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Ahmadinedschad eröffnet eine weitere Runde im Katz-und-Maus-Spiel mit dem Westen.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Für Montag kündigte der Luftwaffenchef der Revolutionsgarden, Hussein Salami, weitere Tests mit Langstreckenraketen des Typs Schahab 3 an.

Nach Salamis Angaben wurden erstmals auch Raketenwerfer für den Abschuss mehrerer Geschosse getestet. Am Sonntagabend sollten im Zuge des Manövers "Großer Prophet 4" mehrere Mittelstreckenraketen des Typs Schahab 1 und 2 zum Einsatz kommen. Die Langstreckenraketen vom Typ Schahab 3 haben eine Reichweite von etwa 2000 Kilometern und könnten damit theoretisch Israel erreichen.

Das iranische Elitekorps hatte das Manöver einschließlich der Raketentests am Samstag angekündigt. Ziel sei es, die Fähigkeit der iranischen Streitkräfte zur Abschreckung zu erhalten und zu verbessern. Die Tests sollten die jüngsten technischen Entwicklungen bei den Boden-Bodenraketen überprüfen, teilte Salami mit. Während der mehrtägigen Manöver sollten dafür immer wieder Raketen "gleichzeitig und nacheinander" abgefeuert werden.

Exportwege könnten blockiert werden

Der Iran hält im Golf regelmäßig Militärmanöver ab, bei denen Lang- und Mittelstreckenraketen vorgeführt werden. Für den Fall eines Angriffs auf seine Atomanlagen hat Teheran angekündigt, dass es die Straße von Hormus zwischen dem Iran und Oman blockieren könne. Die strategisch wichtige Schifffahrtroute ist das wichtigste Nadelöhr für den Ölexport in die USA sowie nach Westeuropa und Japan.

Erst am Freitag hatte die Internationale Atomenergiebehörde IAEA bekannt gegeben, dass Teheran eine zweite Anlage zur Urananreicherung baut. Während die Regierung in Teheran darauf pocht, sein Atomprogramm diene allein der Stromgewinnung, verdächtigt der Westen die Islamische Republik, heimlich nach Atomwaffen zu streben.

Quelle: ntv.de, dpa/AFP

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