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Mordkomplott-Vorwurf der USA Iran verweigert Ermittlungen

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Ahmadinedschad kann über die Vorwürfe der USA angeblich nur lachen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der iranische Präsident Ahmadinedschad kann über die Anschuldigungen der USA, sein Regime sei in den mutmaßlichen Anschlagsversuch gegen den saudischen Botschafter verwickelt, angeblich nur lachen. Deswegen will der Staatschef auch nicht auf Forderungen aus Washington eingehen, der Iran solle die Vorwürfe untersuchen.

Der Iran will die Vorwürfe der USA, wonach Mitglieder der iranischen Revolutionsgarde einen Anschlag in den USA geplant haben, nicht prüfen. Das sagte Staatschef Mahmud Ahmadinedschad in einem Interview mit dem Fernsehsender Al Dschasira. "Warum sollten wir eine Untersuchung vornehmen?", sagte Ahmadinedschad. "Jeden Tag erheben die USA einen neuen Vorwurf gegen den Iran." Die USA täuschten sich, wenn die USA glaubten, "durch das Ausüben von Druck Ergebnisse zu erzielen", ergänzte er.

Ahmadinedschad widersprach damit seinem eigenen Außenminister. Ali Akbar Salehi hatte laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Irna gesagt, sein Land sei bereit, die Anschuldigungen der USA hinsichtlich des mutmaßlichen Anschlagsplans zu prüfen, auch wenn es sich um "erfundene" Vorwürfe handele. Seine Regierung habe die USA aufgefordert, die vorhandenen Informationen zu dem Fall und den darin verwickelten Verdächtigen vorzulegen.

"Wer das hört, muss lachen"

Die US-Regierung wirft dem Iran vor, die Ermordung des saudi-arabischen Botschafters in den USA geplant zu haben. Als Drahtzieher gilt nach US-Angaben ein 56-Jähriger mit iranischer und US-Staatsbürgerschaft, der Ende September in New York festgenommen wurde, sowie ein Mitglied der Al-Kuds-Eliteeinheit der iranischen Revolutionsgarden, der flüchtig ist. Ein Sprecher des US-Außenministeriums forderte Teheran auf, den Verdächtigen auszuliefern oder selbst gegen diesen zu ermitteln.

Ahmadinedschad sagte in dem Interview, niemand könne glauben, dass der Iran in die USA gehe, um einen Anschlag auf den Botschafter "eines befreundeten Landes" zu verüben. "Wer das hört, muss lachen", sagte er. Die US-Regierung wolle mit diesen Vorwürfen einen Keil zwischen den Iran und Saudi-Arabien treiben und von den wirtschaftlichen Problemen im eigenen Land ablenken.

Quelle: n-tv.de, AFP

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