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Drakonische Strafaktion in Syrien Isis-Kämpfer kreuzigen neun Rebellen

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Isis-Kämpfer bedrohen gefangengenomme irakische Soldaten mit dem Gewehr - von den Kreuzigungen gibt es keine Bilder.

(Foto: AP)

Sie sind brutal und zu allem entschlossen - dennoch scheint die Isis mit ihren Strafaktionen in Syrien und dem Irak einen neuen Höhepunkt erreicht zu haben. Sie kreuzigen mehrere Gegner.

Isis-Extremisten haben in Syrien acht Menschen getötet und gekreuzigt. In Deir Hafer im Osten der Provinz Aleppo habe Isis die rivalisierende Aufständische hingerichtet, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Die Männer seien anschließend auf dem zentralen Platz des Dorfes ans Kreuz geschlagen worden und sollten dort drei Tage lang hängen bleiben. Ein neunter Mann sei in Al-Bab nahe der türkischen Grenze acht Stunden lang gekreuzigt worden, er habe die grausame Bestrafung aber überlebt.

Nach Angaben der Beobachtungsstelle werden die Kämpfe zwischen den Dschihadisten der Organisation Islamischer Staat im Irak und in Großsyrien (Isis) und anderen Aufständischen gegen Syriens Machthaber Baschar al-Assad intensiver. Erstmals hätten auch im Osten der Hauptstadt Damaskus heftige Gefechte zwischen der Islamischen Armee und Isis-Kämpfern begonnen.

Iraker kämpfen um Tikrit

Die Islamische Armee ist ein Stützpfeiler der Islamischen Front, der größten Rebellenkoalition, die seit Monaten die Ausbreitung von Isis in Syrien bekämpft. Die Syrische Beobachtungsstelle bezieht ihre Informationen aus einem dichten Netzwerk aus Aktivisten und Ärzten in Syrien, eine unabhängige Überprüfung ihrer Angaben ist oft nicht möglich.

Im Irak gehen einen Tag nach dem Beginn einer Offensive der irakischen Armee auf Tikrit die Kämpfe mit den Isis-Milizen um die Stadt weiter. Regierungssoldaten kontrollierten die Universität von Tikrit vollständig und hätten dort die irakische Flagge gehisst, sagte der Sprecher des irakischen Militärs. Mehr als 70 "Terroristen" der Gruppe Islamischer Staat im Irak und in Syrien (Isis) seien getötet worden.

Quelle: n-tv.de, vpe/AFP/dpa

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