Politik

Angeblich die Attentäter von Wolgograd Islamisten drohen mit Blutbad in Sotschi

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Die Männer in dem Video behaupten, die Anschläge von Wolgograd verübt zu haben.

(Foto: YouTube)

Eine militante Gruppe russischer Islamisten bekennt sich per Video zu den Anschlägen in Wolgograd im vergangenen Monat. Angeblich zeigt es die Selbstmordattentäter. Mit Blick auf die Olympischen Spiele drohen sie: Ihnen werden noch weitere Kämpfer folgen.

Vor den Olympischen Winterspielen im russischen Sotschi sind im Internet neue Anschlagsdrohungen aufgetaucht. In einem bekannten Dschihadistenforum wurde ein Video veröffentlicht, auf dem die beiden mutmaßlichen Attentäter von Wolgograd vor Anschlägen auf die Sportveranstaltung am Fuß des Kaukasus warnen. Das teilte das auf die Überwachung islamistischer Internetseiten spezialisierte amerikanische Unternehmen SITE mit. Demnach handelt es sich bei den Männern um die Selbstmordattentäter, die im Dezember die blutigen Angriffe in der südrussischen Stadt Wolgograd verübten.

"Wir haben ein Geschenk für euch und alle Touristen vorbereitet, die herüberkommen", heißt es laut SITE in dem Video. "Wenn ihr die Olympischen Spiele abhaltet, werdet ihr ein Geschenk von uns bekommen für das Blut der Muslime, das vergossen wurde." Der amerikanische Abgeordnete Michael McCaul wertete die Bedrohung als ernst. "Sie rufen im Grunde zu Angriffen auf die Olympischen Spiele auf. Ich glaube, wir werden Versuche in diesem Sinne sehen", sagte der Republikaner, der sich derzeit in Moskau aufhält, dem Sender ABC.

Schutz durch 37.000 Sicherheitskräfte

Bereits im Sommer hatte der islamistische Rebellenführer Doku Umarow damit gedroht, die Spiele "mit allen Mitteln" zu verhindern. Diese Drohung erhielt neue Brisanz durch die Anschläge in Wolgograd. Bei den beiden Selbstmordangriffen vor dem Bahnhof und in einem Bus der Großstadt 700 Kilometer nordöstlich von Sotschi waren Ende Dezember insgesamt 34 Menschen getötet worden. Der Nordkaukasus ist seit dem Bürgerkrieg in Tschetschenien eine Hochburg islamistischer Rebellengruppen.

Die Olympischen Spiele finden vom 7. bis zum 23. Februar statt, anschließend werden in Sotschi vom 7. bis zum 16. März die Paralympics abgehalten. Für die Gesamtdauer der Spiele wurden verschärfte Sicherheitsmaßnahmen in Kraft gesetzt. Insgesamt sollen rund 37.000 Polizisten und Soldaten das Sportereignis absichern. Die Spiele sind das größte internationale Ereignis in Russland seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 und liegen besonders Präsident Wladimir Putin am Herzen.

Quelle: ntv.de, ame/AFP

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