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Französische Geisel "hingerichtet" Islamistenmiliz übt Rache

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Denis Allex 2010 in einem Video seiner Entführer.

(Foto: AP)

Der medienwirksamen Verkündung des Todesurteils lässt die mit der radikal-islamischen Al-Kaida verbündete Al-Schabaab-Miliz offenbar Taten folgen. Die Gruppe teilt mit, sie habe den französischen Geheimagenten Allex getötet.

Die islamistische Shabaab-Miliz in Somalia hat nach eigenen Angaben ihre französische Geisel getötet. Der Geheimdienstagent Denis Allex sei am Mittwoch "hingerichtet" worden, teilte die Miliz über Twitter mit. Ein Shabaab-Sprecher bestätigte die Nachricht in einem Anruf bei der Nachrichtenagentur AFP. Er kündigte die Veröffentlichung von "Audio- und Videodokumenten" als Beweise zu einem späteren Zeitpunkt an, "wenn wir es entscheiden".

Die Miliz hatte am Montag nach einer gescheiterten Befreiungsaktion durch französische Spezialkräfte via Twitter mitgeteilt, über das Schicksal der nach ihren Angaben noch lebenden Geisel sei "einmütig" entschieden worden. Am Mittwoch hieß es dann, die Geisel sei zum Tode verurteilt worden.

In der Nacht zum Samstag vergangener Woche hatten französische Spezialtruppen versucht, Denis Allex zu befreien, die Aktion endete aber in einem Blutbad. Nach französischen Angaben wurden 17 Islamisten, ein französischer Soldat und wahrscheinlich auch die Geisel getötet. Die Islamisten beharrten hingegen darauf, dass die Geisel noch am Leben gewesen sei.

Der Franzose war 2009 gemeinsam mit einem Kollegen entführt worden. Dem Kollegen gelang später die Flucht.

Quelle: n-tv.de, AFP

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