Politik

Angriff am Donnerstag oder Freitag Israel beschießt Syrien aus der Luft

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Israelische Kampfflugzeuge bei einem Demonstrationsflug.

(Foto: Reuters)

Mehrere Sender und Zeitungen aus den USA berichten von einem Angriff Israels auf Syrien. Darüber, welche Ziele die Kampfflugzeuge beschossen, gibt es unterschiedliche Aussagen.

Die USA gehen einem Bericht zufolge davon aus, dass Israel einen Luftangriff auf Syrien unternommen hat. Israel habe den Angriff aller Wahrscheinlichkeit nach "in dem Zeitfenster Donnerstag/Freitag" unternommen, berichtet CNN unter Berufung auf zwei nicht näher genannte US-Regierungsvertreter. Die israelischen Kampfflugzeuge seien dabei aber nicht in den syrischen Luftraum eingedrungen.

Bislang bestätigt die US-Regierung den Bericht nicht offiziell. Die "New York Times" zitiert aber ebenso anonyme Quellen mit der gleichen Aussage. Ein ranghoher Vertreter der US-Regierung sagte laut NBC, dass mit dem Beschuss vermutlich eine Waffenlieferung an die Hisbollah-Miliz im Libanon vereitelt werden sollte. Einige Medien berichten davon, dass chemische Waffen zerstört werden sollten, andere dementieren das. Der republikanische Senator Lindsey Graham wird vom Nachrichtenportal "Politico" mit den Worten zitiert: "Israel hat Syrien heute Nacht bombardiert."

Eine Sprecherin des US-Präsidialamtes wollte sich selbst nicht äußern und verwies an die israelische Regierung. In Jerusalem lehnte eine Sprecherin des Militärs eine Stellungnahme ab. "Wir kommentieren Berichte dieser Art nicht", sagte sie. Auch das israelische Verteidigungsministerium und die israelische Botschaft in Washington lehnten einen Kommentar ab. Israel sei entschlossen, den Transfer von Chemiewaffen durch Syrien an Terroristen wie die libanesische Hisbollah zu verhindern, hieß es lediglich.

Laut CNN-Bericht sammelten die USA in dem Zeitfenster des Angriffs Informationen, die zeigten, dass israelische Kampfflugzeuge den Libanon überflogen.

Sollten die Berichte zutreffen, wäre es der zweite Luftangriff Israels auf syrische Ziele in diesem Jahr. Zuvor hatte Israel indirekt die Bombardierung eines Waffenkonvois im Januar zugegeben, der sich auf dem Weg in den Libanon befunden haben soll. Jerusalem hatte in der Vergangenheit immer wieder klargestellt, Waffenlieferungen aus Syrien an die Hisbollah unter keinen Umständen zu dulden.

Unabhängig von den Berichten äußerte sich US-Präsident Obama erneut zurückhaltend über einen Militäreinsatz in Syrien. "Ich kann kein Szenario erkennen, bei dem amerikanische Truppen in Syrien für die USA oder Syrien gut wären", sagte er bei einem Besuch in Costa Rica. Er betonte aber auch, als Oberbefehlshaber der US-Truppen "grundsätzlich nichts auszuschließen, weil sich die Umstände ändern".

Quelle: ntv.de, che/rts/AFP