Politik

Iranische Atomanlagen Israel trainiert Angriffe

Israel hat einem Zeitungsbericht zufolge Bombenangriffe auf iranische Atomanlagen geprobt. Mehr als 100 Kampfflugzeuge vom Typ F-16 und F-15 hätten in der ersten Juniwoche an einem Manöver über dem östlichen Mittelmeer und Griechenland teilgenommen, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf US-Regierungsbeamte. Rettungshubschrauber und Tankflugzeuge seien rund 1500 Kilometer weit geflogen. Das sei die Entfernung zwischen Israel und den iranischen Atomanlagen in Natans.

Die Regierung in Athen bestätigte, dass ein israelisch-griechisches Luftwaffenmanöver großen Umfangs zwischen dem 25. Mai und dem 12. Juni im Raum der Mittelmeerinsel Kreta stattgefunden hat. Dabei seien auch Angriffe auf Bodenziele simuliert worden. "Es war ein geplantes Manöver im Rahmen der Kooperation der beiden Länder. Jede Seite zieht ihre Schlüsse aus solchen Manövern", sagte ein Sprecher des Athener Verteidigungsministeriums.

Nach Ansicht der US-Beamten sah die Übung danach aus, als wolle Israel die militärische Fähigkeit erwerben, Angriffe über weite Entfernungen auszuführen, schreibt die "New York Times". Israel habe außerdem demonstrieren wollen, wie ernst es das iranische Atomprogramm nimmt. Ein israelischer Armeesprecher wollte den Bericht weder dementieren noch bestätigen. "Die israelische Luftwaffe trainiert regelmäßig für verschiedene Einsätze, um den Herausforderungen und den Gefahren für Israel entgegenzutreten", sagte der Sprecher in Tel Aviv.

Iran droht mit "geballter Antwort"

Ein hoher iranischer Geistlicher drohte Israel im Falle eines Angriffs mit einem vernichtenden Gegenschlag. "Wenn die Feinde des Irans, speziell Israel, es wagen sollten, Gewalt gegen den Iran anzuwenden, werden sie mit einem schweren Schlag rechnen müssen und unsere geballte Antwort wird sie bereuen lassen, dieses geplant zu haben", sagte Ajatollah Ahmed Chatami beim Freitagsgebet.

Israel betrachtet den Iran als die größte strategische Gefahr für die eigene Sicherheit. Verteidigungsminister Ehud Olmert hatte jüngst in Zeitungsinterviews darauf hingewiesen, dass "alle Optionen auf dem Tisch" seien.

Quelle: n-tv.de

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