Politik

Selbstmordattentat verhindert Israelis nehmen Frau fest

Israelische Sicherheitskräfte haben möglicherweise ein Selbstmordattentat verhindert. Sie nahmen eine junge Frau fest, die angeblich auf dem Weg zu einem Anschlag gewesen war. Außerdem wurden fünf Mitglieder der extremistischen Hamas-Bewegung festgenommen, darunter soll sich ein führendes Mitglied der Organisation befinden.

Der israelische Rundfunk berichtete, die Frau sei bereits am Samstag an einem Kontrollpunkt aufgefallen. Das Verhör habe ergeben, dass die Frau sich in einer Menschenmenge in die Luft sprengen wollte.

In einem Dorf in der Nähe von Ramallah erschossen israelische Soldaten einen 18-jährigen Palästinenser. Er soll mit anderen Jugendlichen Steine auf die Soldaten geworfen haben, hieß es von palästinensischer Seite.

In Hebron griffen jüdische Siedler Palästinenser an und erschossen dabei ein 14-jähriges Mädchen. Die Siedler waren nach palästinensischen Angaben von der Beisetzung jüdischer Soldaten zurückgekehrt.

Das Mächen habe auf dem Balkon ihres Hauses gestanden, als sie durch einen Kopfschuss getötet worden sei, sagte ihr Bruder, der ebenfalls verletzt wurde. Insgesamt seien sechs Personen verletzt worden. Augenzeugen zufolge schritt die israelische Armee nicht ein.

Al-Aksa-Brigaden bekenn sich zu Anschlag auf Siedler am Freitag

Zu den beiden Anschlägen, bei denen am Freitagabend in der Nähe Hebrons vier Israelis ums Leben kamen, haben sich die Al-Aksa-Brigaden bekannt. Nach Angaben eines Sprechers der israelischen Armee hatten die Extremisten ein Fahrzeug der jüdischen Siedler aus einem Hinterhalt beschossen. Drei Mitglieder einer Familie wurden auf der Stelle getötet.

Als kurze Zeit später ein weiteres Fahrzeug mit jüdischen Siedlern am Tatort eintraf, erschossen die Täter auch den Fahrer dieses Autos und verletzten zwei weitere Fahrgäste schwer. Die Armee nahm kurz darauf die Verfolgung der Täter auf.

Armee rückt in Gaza-Stadt ein

Wenige Stunden zuvor hatten israelische Soldaten in Gaza-Stadt drei Gebäude gesprengt. Der Armee zufolge wurden in den Gebäuden in 22 Werkstätten Raketen des Modells Kassam produziert. In den vergangenen Tagen seien Dutzende von Raketen und Werfergranaten auf israelische Ziele um den Gaza-Streifen abgefeuert worden, teilte die Armee weiter mit.

Dagegen sagte der Besitzer der Häuser, Ramsi Abu Laben, von Raketenwerkstätten wisse er nichts. Vier Palästinenser seien verletzt worden, erklärten palästinensische Sicherheitsbeamte.

Am Dienstag waren bei einem israelischen F-16-Angriff in Gaza- Stadt der Militärkommandeur der radikal-islamischen Hamas, Salah Schehade, und 14 weitere Palästinenser getötet worden, darunter neun Kinder.

In Kalkilja wurde am Freitag ein Palästinenser getötet. Ein Verwandter sagte, er sei von einer verirrten Kugel getroffen worden, als israelische Soldaten Häuser nach Militanten durchsucht hätten.

USA lehnen UN-Resolution gegen Israel ab

Die USA wollen einer Nahost-Resolution der Vereinten Nationen nur dann zustimmen, wenn darin auch die Terroranschläge von Palästinensern verurteilt werden. Der amerikanische UN-Botschafter John Negroponte sagte vor dem Weltsicherheitsrat in New York, seine Regierung lehne den Entwurf arabischer Staaten zu dem israelischen Luftangriff in Gaza ab.

Zum ersten Mal nannten die USA Bedingungen für die Unterstützung einer Nahost-Resolution. Nach Informationen eines US-Diplomaten sagte Negroponte, künftige Entschließungen müssten eine klare Verurteilung der Organisationen Hamas, Islamischer Dschihad und Al-Aksa-Brigaden beinhalten.

Minister tritt zurück

Aus Protest gegen die Politik des israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon ist der Minister ohne Geschäftsbereich, David Levy, von seinem Amt zurückgetreten. Levy, der bereits zweimal Außenminister war, begründete seinen Schritt mit geplanten Etatkürzungen im sozialen Bereich und dem Mangel an "einem politischen Horizont" unter Scharon.

Quelle: ntv.de

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