Politik

Liberale hadern mit sich selbst Jeder Vierte vermisst die FDP

45282898.jpg

Will die FDP wieder in den Bundestag bringen: Christian Lindner.

(Foto: picture alliance / dpa)

Wenn am Sonntag Wahl wäre, müsste die FDP weiter um einen Einzug in den Bundestag bangen. Sie steht im "Stern-RTL-Wahltrend" weiter bei 5 Prozent. Gleichzeitig tut es aber vielen Deutschen leid, dass sie nicht im Parlament vertreten ist.

Nicht einmal jeder zwanzigste Wähler gab der FDP bei der Bundestagswahl im September seine Stimme. Doch dass sie nun gar nicht mehr im Bundestag vertreten ist, bedauern viele Deutsche. 28 Prozent der von Forsa Befragten antworteten mit "Ja". Im Westen kam diese Antwort häufiger als im Osten, ältere Wähler gaben sie häufiger als jüngere. Wie zu erwarten, trauern Anhänger der Union dem einstigen Koalitionspartner stärker hinterher als Anhänger von SPD, Grünen und Linken.

Überraschend ist allerdings, dass selbst unter den Befragten, die sich selber als Anhänger der FDP bezeichnen, 12 Prozent es nicht bedauern, dass ihre Partei nicht mehr im Bundestag ist. Das könnte mit dem Wechsel im Parteivorstand zu tun haben: Nach der Wahlniederlage traten die erfolglosen Spitzenliberalen um Philipp Rösler zurück und machten Platz für eine neue Riege um Christian Lindner.

Forsa fragte für den "Stern-RTL-Wahltrend" auch danach, wie sich die Deutschen aktuell bei einer Bundestagswahl entscheiden würden. Die FDP käme nach wie vor genau auf fünf Prozent, müsste also weiter um den Wiedereinzug bangen. Die AfD verliert im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt und steht nun mit 4 Prozent unter der entscheidenden Hürde. Die Union gewinnt dagegen einen Punkt hinzu und erholt sich damit leicht von ihrem Zwischentief. Sie wird nun mit 41 Prozent geführt. Bei den anderen Parteien änderte sich nichts: Die SPD bleibt bei 23 Prozent, Linke und Grüne bei je 10 Prozent.

Die seit Jahresbeginn vergleichsweise guten Wirtschaftserwartungen der Deutschen verbesserten sich etwas. Statt 23 glauben nun 24 Prozent an eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage. Statt 34 glauben nun nur noch 33 Prozent an eine Verschlechterung.

Quelle: n-tv.de, che

Mehr zum Thema