Politik

Neue Forsa-Umfrage Merkel verliert Zuspruch, bleibt aber Spitze

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Mit ihrer Vereidigung im Dezember ging Angela Merkel in ihre dritte Amtszeit.

(Foto: picture alliance / dpa)

Mindestlohn, Armutszuwanderer und Vorratsdatenspeicherung: Zum Start wird in der Großen Koalition viel gestritten. Das hat offenbar negative Konsequenzen für die Beliebtheit von Kanzlerin Merkel.

Von einem Absturz kann nun wirklich nicht die Rede sein. Aber in das Beliebtheitsranking des ARD-Deutschlandtrends kam zu Jahresbeginn Bewegung. Angela Merkel, seit langer Zeit Spitzenreiterin in dieser Kategorie, verlor ihren ersten Platz an Finanzminister Wolfgang Schäuble. Leidet die Kanzlerin etwa unter einem Popularitätsverlust?

Dem neuen "Stern"-RTL-Wahltrend zufolge ist der Zuspruch für die Amtsinhaberin immer noch groß. Im Vergleich mit einem möglichen Kanzlerkandidaten Sigmar Gabriel würden sich 59 Prozent für Merkel entscheiden und nur 15 Prozent für den neuen Superminister für Wirtschaft und Energie. Immerhin 26 Prozent der Befragten favorisieren zurzeit keinen der beiden - das sind zwei Prozentpunkte mehr als vor einer Woche.

Im Vergleich zur Vorwoche verlieren damit sowohl Gabriel als auch Merkel einen Prozentpunkt auf der Beliebtheitsskala. Beide erreichen damit ihren schlechtesten Wert seit Monaten. Merkel liegt zwar weiterhin 44 Prozent vor Gabriel, auf einen geringfügigen Popularitätsverlust deutet die Forsa-Umfrage jedoch hin: Im Oktober hätten sich immerhin noch 64 Prozent für sie entschieden. Dass Merkel etwas an Beliebtheit einbüßt, könnte auch damit zusammenhängen, dass viele Deutsche der Großen Koalition einen schlechten Start bescheinigen.

Ansonsten ändert sich kaum etwas in den Zahlen des Meinungsforschungsinstituts. Die CDU verliert bei der Frage nach der Parteipräferenz zur Vorwoche einen Prozentpunkt und erreicht damit 40 Prozent. Die restlichen Parteien bleiben unverändert: Die SPD liegt wie in der Vorwoche bei 23 Prozent, Linke und Grüne kommen auf jeweils 10 Prozent. Wären am Sonntag Bundestagswahlen, würden auch FDP und AfD mit derzeit 5 Prozent den Einzug ins Parlament schaffen.

Quelle: n-tv.de, cro

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