Politik

Manöver und Lage erregen Besorgnis Kampfbereitschaft in Südossetien

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Saakaschwili am 30. Juli bei einem Manöver an der georgischen Westgrenze.

(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Kurz vor dem Jahrestag der russisch-georgischen Kämpfe um die abtrünnigen Regionen Südossetien und Abchasien hat Moskau seine Truppen in Südossetien in erhöhte Kampfbereitschaft versetzt. Das russische Außenministerium begründete diesen Schritt mit "anhaltenden Provokationen" von georgischer Seite. "Die Lage ist sehr Besorgnis erregend", erklärte ein Ministeriumssprecher in Moskau.

Georgiens Präsident Michail Saakaschwili forderte von den USA und der Europäischen Union ein "klares Zeichen" an die Adresse Moskaus, um eine Wiederholung des militätrischen Konflikts von vor einem Jahr zu verhindern. Die russische Seite übe ständig Druck aus, sagte Saakaschwili in einem Interview mit dem französischen Rundfunksender RTL. "Die jüngsten Manöver sind Besorgnis erregend", sagte er.

Im Sommer 2008 hatten sich Russland und Georgien heftige Gefechte um die abtrünnigen Regionen Südossetien und Abchasien geliefert. Der Konflikt begann mit dem Einmarsch georgischer Truppen in das abtrünnige Südossetien in der Nacht zum 8. August. Beide Seiten stimmten schließlich einem von der EU vermittelten Waffenstillstand zu. Südossetien und Abchasien erklärten sich einseitig für unabhängig. Moskau erkennt dies an, die meisten anderen Staaten betrachten die Regionen weiterhin als georgisches Gebiet.

Quelle: n-tv.de, AFP