Politik
Die AfD-Sprecher Konrad Adam, Frauke Petry und Bernd Lucke (von links nach rechts).
Die AfD-Sprecher Konrad Adam, Frauke Petry und Bernd Lucke (von links nach rechts).(Foto: dpa)
Montag, 15. April 2013

"Gefährliche Nostalgie": Koalitionäre attackieren AfD

Die Gründung der Partei Alternative für Deutschland (AfD) lässt Politiker von CDU/CSU und FDP nicht kalt. Unionsfraktions-Geschäftsführer Grosse-Brömer kritisiert die Ablehnung des Euro durch die AfD. Laut Bayerns Innenminister Herrmann bietet die neue Partei "keine echten Lösungsvorschläge an.

Führende Politiker von Union und FDP haben die neue Partei Alternative für Deutschland (AfD) wegen deren Ablehnung des Euro scharf kritisiert. "Die Forderung nach einem Zurück zur D-Mark ist gefährliche Nostalgie", sagte der parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Michael Grosse-Brömer, der "Rheinischen Post". Trotz aller Schwierigkeiten könne Deutschland sein Potenzial nur in einem geeinten Europa voll entfalten. "Dies werden wir im Wahlkampf den Bürgern deutlich machen", so der CDU-Politiker.

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann sagte der "Bild"-Zeitung, die neue Partei biete "keine echten Lösungsvorschläge" an. "Es reicht nicht, nur Rundumschläge gegen Europa auszuteilen, ohne zu sagen, wie man es besser machen soll."

Der hessische CDU-Fraktionschef Christean Wagner sagte dem Blatt, der Ausstieg aus dem Euro "wäre ein Sprung zurück ins vergangene Jahrtausend". Bei der Alternative für Deutschland seine "Leute von gestern" aktiv.

FDP-Generalsekretär Patrick Döring nannte es im Radiosender ffn "beunruhigend", dass die neue Partei den Eindruck erwecke, Deutschland könne "mal so eben seine Währung wechseln". Die Sache sei "ein bisschen komplexer". Bei einfachen Antworten auf komplexe Sachverhalte sei generell Vorsicht geboten, mahnte Döring.

Die Alternative für Deutschland hatte sich mit ihrem Gründungsparteitag am Sonntag in Berlin auf die Beteiligung an der Bundestagswahl vorbereitet. Im Wahlprogramm wird unter anderem die Abschaffung des Euro gefordert.

Quelle: n-tv.de