Politik

Verhinderter El-Kaida-Anschlag Komplott gegen Karsai

Das am Montag in Kabul vereitelte Attentat richtete sich nach Angaben des afghanischen Geheimdienstes gegen Präsident Hamid Karsai. Dies habe der Festgenommene gestanden, sagte der Direktor der Behörde für Nationale Sicherheit (NDS), Amanullah Salih, am Mittwoch.

Der Mann habe außerdem gestanden, dem Terrornetzwerk El Kaida anzugehören. Er sei zur Ermordung Karsais nach Kabul entsandt worden. Für den Fall, dass ihm dies nicht gelingen sollte, sei er damit beauftragt worden, ersatzweise wichtige Kabinettsmitglieder wie beispielsweise Verteidigungsminister Marshal Fahim zu töten.

Der Verdächtige war am vergangenen Montag in der afghanischen Hauptstadt Kabul festgenommen worden, als sein Fahrzeug in einen Verkehrsunfall verwickelt wurde. Polizeibeamte seien misstrauisch geworden, als sich seine Autotüren als äußerst schwer erwiesen, sagte Salih. In den Türen seien bei näherer Prüfung 400 Kilogramm Sprengstoff entdeckt worden, ferner sehr starker Flüssigsprengstoff.

Ferner sei man im Wagen auf zwei große Lastwagenbatterien gestoßen. Am Armaturenbrett nahe der Zündung seien sechs Knöpfe angebracht gewesen, erläuterte Salih vor Journalisten.

Nach Angaben des NDS-Direktors war das Fahrzeug so beschaffen, nahe genug an ein Ziel heranzukommen und durch Drücken der Knöpfe eine Explosion auszulösen. Nähere Angaben über die Identität des Verdächtigen konnte Salih noch nicht machen. Der Mann spreche Russisch, etwas Farsi, etwas Paschtunisch und verstehe Arabisch. "Wir sind uns hinsichtlich seiner wahren Identität nicht sicher", erklärte Salih. Die afghanischen Behörden untersuchten nun, ob noch andere in den Attentatsversuch verwickelt seien.

Quelle: ntv.de