Politik

Milliarden für Renten statt Bildung Kramer sieht krasse Fehlausgaben

Arbeitgeberpräsident Kramer kritisiert mit drastischen Worten die Rentenpolitik der Großen Koalition: Schwache werden alimentiert, Junge leiden am unterfinanzierten Bildungssystem. Und die Alten kriegen das Geld, das besser woanders investiert wäre.

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Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer wirft der Großen Koalition vor, nicht mit Bedacht auf die Zukunft Geld auszugeben.

(Foto: dpa)

Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer wirft d er Großen Koalition vor, falsche Prioritäten zu setzen und viel Geld für die falschen Dinge auszugeben. "Wir finanzieren in Deutschland lieber Strukturen zur Unterstützung der Schwachen als Strukturen, die dafür sorgen, dass Schwache ins Arbeitsleben hineinkommen", sagte Kramer der Deutschen Presse-Agentur und fügte hinzu: "Das deutsche Bildungssystem ist unterfinanziert. Deswegen versagt auch die Schule immer wieder."

Dass Investitionen in das wichtige Zukunftsfeld Bildung einen so geringen Stellenwert hätten, erklärt Kramer sich so: "Da fehlt einfach das schnelle Erfolgserlebnis. Wie in der Forstwirtschaft sind die Ergebnisse guter Bildung erst nach vielen Jahren zu sehen." Daran hätten auf vier Jahre gewählte Politiker eben nur wenig Interesse.

Ein Beispiel für fehlgeleitete Ausgaben ist in den Augen Kramers das jüngst beschlossene Rentenpaket mit Verbesserungen für Mütter und langjährige Beitragszahler. Union und SPD hätten sich da mit ihrer großen Parlamentsmehrheit über alle Bedenken hinweggesetzt. "Für die 160 Milliarden Euro für das Rentenpaket bis 2030 bekommt man leider viel leichter Zustimmung, als wenn man 16 Milliarden Euro - also nur ein Zehntel davon - zusätzlich für die Bildung will."

Quelle: n-tv.de, nsc/dpa

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