Politik

Jemen setzt Luftwaffe ein Krieger stürmen Armeecamp

Bei der Bekämpfung des Aufstands in Jemen setzt die Regierung jetzt offenbar die Luftwaffe ein. Zuvor nehmen aufständischen Stammeskämpfer außerhalb der Hauptstadt Sanaa den Militärstützpunkt einer Eliteeinheit ein und töten den Kommandanten.

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Für Sanaa soll eine Feuerpause gelten.

(Foto: dpa)

Die Kämpfe zwischen Regierungstruppen und aufständischen Stammeskämpfern in Jemen bleiben verlustreich. Die Luftwaffe des bedrängten Präsidenten Ali Abdullah Saleh bombardierte einen Armeestützpunkt 75 Kilometer nordöstlich von Sanaa. Wenige Stunden zuvor hatten Kämpfer des oppositionellen Stammesscheichs Sadik al-Ahmar das Lager erobert, berichteten Oppositionsmedien. Die Stammeskämpfer hatten den Stützpunkt angegriffen, um zu verhindern, dass das Saleh-treue Militär Verstärkungen nach Sanaa bringt.

Dort liefern sich seit Montag Regierungstruppen und Al-Ahmar-Milizen heftige Gefechte. Die Saleh-Verbände versuchen bislang vergebens, die Residenz des Stammesführers im Hasaba-Viertel zu stürmen. Bei den Kämpfen im Zentrum von Sanaa wurden bislang mehr als 100 Menschen getötet, unter ihnen Regierungssoldaten, Stammeskämpfer und Zivilisten.

Ungeachtet der bewaffneten Zusammenstöße rief die Opposition zu neuen Massenprotesten gegen Saleh in Sanaa auf. Die Demonstrationen sollten in jedem Fall friedlich bleiben, hieß es. Auch Saleh mobilisierte seine Anhänger zu einer Kundgebung beim Präsidentenpalast. Zunächst wurden keine Zwischenfälle bekannt. Ein Stammesführer hatte vorher einen Waffenstillstand für Sanaa ausgerufen. 

Quelle: ntv.de, dpa