Politik

Einigung über höheren Mindestlohn Leiharbeiter bekommen mehr Geld

Die 800.000 Zeitarbeiter in Deutschland haben demnächst mehr in der Lohntüte. DGB und Arbeitgeber vereinbaren einen höheren Mindestlohn. Damit steigen die Stundenlöhne im Westen auf mindestens 8,50 Euro.

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Der Abschluss soll über die Metallbranche hinaus ausstrahlen.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Für die rund 800.000 Leiharbeiter in Deutschland steigt ab dem 1. Januar der Mindestlohn: Im Westen wird er auf 8,50 Euro erhöht, zum 1. April 2015 auf 8,80 Euro und zum 1. Juni 2015 auf 9,00 Euro, wie der Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen und die IG Metall mitteilten. Im Osten steigt der Mindestlohn demnach bis Juni 2015 in drei Stufen auf 8,50 Euro. Darauf einigten sich die Tarifgemeinschaft des DGB und die Verhandlungsgemeinschaft Zeitarbeit in Berlin. Einen verbindlichen Mindestlohn für Leiharbeiter gibt es seit Anfang 2012.

Nach Gewerkschaftsangaben bedeutet die geplante Anhebung eine Lohnsteigerung ab Januar 2014 von 3,8 Prozent im Westen und von 4,3 Prozent im Osten. Bis Mitte 2015 seien es insgesamt 9,6 Prozent mehr im Westen und 12,8 Prozent mehr im Osten.

Ganze Branche profitiert

Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) kündigte an, sie werde den neuen Mindestlohn "umgehend" für allgemeinverbindlich erklären, damit alle Beschäftigten möglichst schon ab dem 1. November von dem Aufschlag profitieren könnten. Das Kabinett werde zudem am Mittwoch einen weiteren Branchenmindestlohn für Steinmetze und Bildhauer beschließen.

Die Einigung habe eine "überragende Bedeutung für die Mindestlohndebatte in Deutschland", erklärte von der Leyen. Denn die Zeitarbeit strahle in viele andere Bereiche der deutschen Wirtschaft aus. Die Einigung zeige zudem, dass die tariflichen Branchenmindestlöhne funktionieren und dieses System Zukunft habe. Die CDU ist gegen einen allgemeinen Mindestlohn.

Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt nannte die Erhöhung des Mindestlohns für Leiharbeiter "vertretbar", weil für die beiden ersten Stufen Laufzeiten von jeweils 15 Monaten vereinbart wurden. Die dreijährige Laufzeit schaffe Planungssicherheit für die Firmen und auch die Betriebe, die Zeitarbeit als Flexibilitätsinstrument nutzten.

Quelle: ntv.de, AFP

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