Politik

Innenminister zu Fußball-Krawallen Liga soll für Sicherheit zahlen

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Polizisten machen sich beim Spiel Bochum-Gladbach zum Einsatz bereit.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Staat will die Sicherheitskosten bei Fußballspielen stärker auf die Vereine und die Liga abwälzen. Die Probleme mit gewalttätigen Fans entstünden weniger in den Stadien und mehr auf den Anreisewegen, erklärte Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) zum Abschluss der Innenministerkonferenz in Frankfurt.

An den zusätzlichen Kosten müsse sich insbesondere die deutsche Fußballliga (DFL) stärker als bislang beteiligen, sagte Schünemann. Zudem sollten Verhandlungen mit der Deutschen Bahn aufgenommen werden, damit Menschen mit Stadionverbot nicht zu den Spielorten transportiert werden müssten.

Dass bedeute jedoch nicht, dass die Bundesländer demnächst Millionenbeträge von der DFL einfordern werden, so der Sprecher des hessischen Innenministeriums, Mark Kohlbecher. Auf Nachfrage von n-tv.de erklärte Kohlbecher, die Innenministerien wollen stärker als bisher mit den einzelnen Vereinen im Bereich Sicherheit kooperieren. So sei darüber beraten worden, ob die privaten Security-Unternehmen, die in den Stadien aktiv sind, bereits einen Teil der Anreise der Fans überwachen könnte.

Die von der Deutschen Polizeigewerkschaft geforderten Millionenbeträge von der der DFL einzufordern lehnten die Innenminister jedoch ab, so Kohlbecher. Zur Begründung sei die Bedeutung des Fußballs für das Image der Städte und die Wirtschaft angeführt worden.

Quelle: n-tv.de, dpa/ssc