Politik

Zwei unterschiedliche Gegner der Euro-Rettung Linke versucht Abgrenzung zur AfD

38926631.jpg

Katja Kipping widerspricht ihrer Kollegin Sahra Wagenknecht.

(Foto: picture alliance / dpa)

Zwei Tage nachdem Sahra Wagenknecht auf Gemeinsamkeiten der Linken mit der AfD hinweist, schlägt ihre Parteivorsitzende die entgegengesetzte Richtung ein und bezeichnet die "Alternative" als "demokratiefeindlich" und "latent rassistisch".

Die Linke-Vorsitzende Katja Kipping hat sich klar von der euroskeptischen neuen Partei "Alternative für Deutschland" (AfD) abgegrenzt. Die AfD sei "eine Rechtspartei, die wirtschaftspolitisch neoliberal, demokratiefeindlich, außenpolitisch militaristisch und latent rassistisch ist", schreibt Kipping in einem Gastbeitrag für "Neues Deutschland".

"Wir sagen Ja zum Euro, aber Nein zur Spar- und Kürzungspolitik in Deutschland und Europa", so Kipping. Es gebe daher auch keine Gemeinsamkeiten der Linken mit der neuen Partei.

Kippings Parteigenossin Sahra Wagenknecht hatte am Montag im Interview mit n-tv.de gesagt, dass es nicht korrekt sei, die AfD als Populisten "abzustempeln": "In vielen Punkten haben sie mit ihrer Kritik an der derzeit praktizierten Eurorettung recht." Wagenknecht wies auf kompetente Experten in der neuen Partei hin und sagte außerdem: "Wie wir kritisieren sie die Europapolitik der Kanzlerin. Da gibt es viele Überschneidungen."

Linkspartei-Chefin Kipping wies nun auch Überlegungen des früheren Vorsitzenden Oskar Lafontaine zurück, der für eine Abkehr vom Euro und für die Rückkehr zu einem System plädiert hatte, das "Auf- und Abwertungen erlaubt". Wagenknecht hatte sich bei n-tv.de gegen den Austritt Deutschlands aus der Währungsunion ausgesprochen.

Quelle: n-tv.de, che/cro/dpa

Mehr zum Thema