Politik

Debatte über Kurzarbeitergeld Linnemann: "Irgendwann ist das Geld aus"

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Am Nachmittag tagt der Koalitionsausschuss.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die SPD will das Kurzarbeitergeld anheben. Unionsfraktionsvize Linnemann zeigt sich skeptisch angesichts dieses Vorschlags. Niemand wisse, wie lange die Corona-Krise nach andauere. Stellschrauben für Hilfen sieht er an anderer Stelle.

Unionsfraktionsvize Carsten Linnemann beurteilt den SPD-Vorschlag für eine Erhöhung des Kurzarbeitergeldes skeptisch. "Wir können jetzt vieles machen, man muss nur eins wissen: Irgendwann ist das Geld aus", sagte er im "ntv Frühstart". Es sei vollkommen unklar, wie lange die Corona-Krise noch andauere.

So sagten Experten und auch Bundeskanzlerin Angela Merkel, dass die Krise erst beendet sei, wenn es einen Impfstoff gebe. Und da "reden wir von ein, zwei Jahren". Dann stelle sich die Frage, "was für einen Atem wir haben", sagte der CDU-Politiker.

Wichtiger sei nun, zu schauen, "wie können wir den Leuten helfen, die am unteren Ende sind". Dafür regte Linnemann bessere "Hinzuverdienstregeln, einen Kinderzuschlag und Elterngeldverbesserung" an. Darüber werde nun geredet. "Das wäre die richtige Debatte, gepaart mit der Debatte, wie können die Läden eine Zukunft haben", sagte er. "Was nutzt eine Aufstockung des Kurzarbeitergeldes, wenn es die Branchen bald nicht mehr gibt. Aus Kurzarbeitergeld kann schnell Arbeitslosigkeit werden. Das kann keiner wollen."

Bislang beläuft sich das Kurzarbeitergeld auf 60 Prozent beziehungsweise 67 Prozent bei Familien mit mindestens einem Kind. Die SPD tritt für eine Anhebung auf 80 beziehungsweise 87 Prozent ein. Am Nachmittag steht das Thema auf der Tagesordnung für den Koalitionsausschuss.

Quelle: ntv.de, jwu