Politik

SPD-Dino Beck tritt zurück Malu Dreyer übernimmt in Mainz

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Malu Dreyer wird dann gegen die CDU-Frau Julia Klöckner in den Wahlkampf ziehen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, Kurt Beck, gibt nach 18 Jahren die Macht ab. Nach der Nürburg-Pleite ist ihm die Luft offenbar zu dünn geworden. Seine Nachfolge hat er auch schon geregelt. Er will Sozialministerin Dreyer zur Regierungschefin, Innenminister Lewentz zum SPD-Landeschef machen.

Kurt Beck will als Deutschlands dienstältester Ministerpräsident abtreten und die bisherige Sozialministerin Malu Dreyer zu seiner Nachfolgerin an der Spitze der Landesregierung machen. Innenminister Roger Lewentz soll SPD-Landeschef werden. Der dpa wurden entsprechende Berichte des SWR und des "Trierischen Volksfreunds" bestätigt. Am Abend will Beck seinen "Fahrplan" für den Rücktritt bekannt geben. Noch heute tagen der Parteivorstand und anschließend die Landtagsfraktion.

Schon seit Monaten wurde darüber spekuliert, dass der dienstälteste deutsche Ministerpräsident seine Ämter als Regierungschef und Parteivorsitzender abgeben wird. Ursprünglich hatte der 63-Jährige angekündigt, bis 2016 weiterzumachen, falls es seine Gesundheit zulasse.

Wegen der Nürburgring-Insolvenz war Beck aber immer stärker unter Druck geraten. Er entschuldigte sich zwar  für Fehler im Zusammenhang mit dem Bau eines Freizeitparks an der  Formel-1-Rennstrecke in der Eifel, lehnte einen Rücktritt aber bislang ab.

Am 10. November wählt die SPD den neuen Landesvorsitzenden. Der frühestmögliche Termin für die Neuwahl eines Ministerpräsidenten in einer regulären Landtagssitzung wäre der 7. November.

Beck ist seit 1994 Regierungschef in Rheinland-Pfalz und damit der dienstälteste amtierende Ministerpräsident Deutschlands. Von 2006 bis 2008 war er auch Bundesvorsitzender der SPD. Seit der Landtagswahl im vergangenen Jahr steht Beck an der Spitze einer rot-grünen Landesregierung.

Quelle: n-tv.de, jog/DJ/dpa/AFP

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