Politik

"Wir haben es nicht geschafft" Margot Honecker setzt auf DDR

"Gut, wir haben es nicht geschafft", sagt Margot Honecker. Aber sie fügt stolz hinzu: "40 Jahre immerhin waren wir da."

Auch 20 Jahre nach dem Mauerfall preist die Witwe von Erich Honecker weiter die DDR. In dem Video einer Genossenfeier zum 60. Jahrestag der Gründung der DDR in Chile, das auf Youtube zu sehen ist, blickt die 82-jährige, die in Santiago de Chile lebt, gut gelaunt und etwas wehmütig auf die DDR zurück.

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Margot Honecker (Archivbild) lebt in Santiago de Chile.

(Foto: picture-alliance / dpa)

Es gebe derzeit in Deutschland einen "großen Feldzug gegen die sozialistische DDR". Tatsächlich sei es aber doch so, dass 50 Prozent der Ostdeutschen heute im Kapitalismus schlechter lebten als früher und sich an die "schöne Zeit (...) in unserer DDR" erinnerten, sagt die vor einer DDR-Fahne stehende Honecker. "Es ist nicht totzukriegen", gibt sie sich bei der Feier kämpferisch in Sachen DDR-Erbe. "Mehr und mehr und mehr besinnen sich die Menschen darauf, was sie gehabt haben in der Deutschen Demokratischen Republik."

"Mit Deutschland geht es bergab"

Viele junge Leute im Kapitalismus würden heute eine andere Gesellschaft suchen und darum wissen wollen, wie es damals gewesen ist in der DDR, so Honecker weiter. Leider könnten die Genossen dazu kaum Antworten geben - denn "die Presse ist in den Händen derer, die die Macht haben".

Auf Deutschland sieht Honecker schwere Zeiten zukommen: "Man kann damit rechnen, dass es in Deutschland weiter bergabgeht." Für die Renaissance der sozialistischen Bewegung sei dies allerdings ein gutes Zeichen.

Quelle: n-tv.de, tar