Politik

Friedensnobelpreis für Obama Mehrheit gegen Auszeichnung

In einer Umfrage spricht sich eine Mehrheit der US-Amerikaner gegen die Verleihung des Friedensnobelpreises an Präsident Obama aus.

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Am Donnerstag wird Obama in Oslo ausgezeichnet.

(Foto: AP)

66 Prozent der Amerikaner sind der Meinung, dass Präsident Barack Obama den Friedensnobelpreis nicht verdient. Nur 26 Prozent meinen, er bekomme die Auszeichnung am Donnerstag in Oslo zu Recht überreicht. Das zeigt eine Umfrage der Quinnipiac Universität im US-Bundesstaat Connecticut, für die 2.313 Wähler befragt wurden.

Regierungssprecher Robert Gibbs stellte klar, dass Obama bei seiner Dankesrede in Oslo auch die jüngst beschlossene Truppenaufstockung in Afghanistan erwähnen will. Obama wird dies "direkt ansprechen", sagte Gibbs. Obama hatte vergangene Woche angeordnet, dass 30 000 zusätzlich US-Soldaten an den Hindukusch sollen.

"Bisschen verfrüht"

Die US-Friedensbewegung sieht die Verleihung äußerst skeptisch. Dies sei "ein bisschen verfrüht", meint ein Sprecher von Peace Action, einer der größten Friedensgruppen in den USA. Der Preis sei ursprünglich als Auszeichnung für solche Politiker geschaffen worden, die die Streitkräfte reduzieren. Obama aber tue das Gegenteil.

Obama erhält den weltweit renommierten Preis nach den Worten des Nobelpreiskomitees "für seine außergewöhnlichen Bemühungen, die internationale Diplomatie und die Zusammenarbeit zwischen den Völkern zu stärken." Sowohl in Europa als auch in den USA gibt es aber Stimmen, die darauf verweisen, das Obama noch nicht einmal ein Jahr im Amt ist. Daher gebe es bislang eher Absichtserklärungen als Erfolge bei seinen Friedensbemühungen.

Quelle: n-tv.de, rts

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