Politik

Vernehmung zum Atom-Lager Gorleben Merkel-Auftritt nicht im TV

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Merkel wurde 1994 Bundesumweltministerin, elf Jahre später ist sie Kanzlerin.

(Foto: picture alliance / dpa)

Als Bundesumweltministerin ist Angela Merkel in den 90ern zuständig für Gorleben. Doch der Hintergrund des Atom-Endlagers ist umstritten. Deshalb wird die Kanzlerin jetzt vor einem Untersuchungsausschuss befragt. Eine TV-Übertragung der Vernehmung soll es aber nicht geben.

Die Vernehmung von Bundeskanzlerin Angela Merkel im Gorleben-Untersuchungsausschuss des Bundestags soll nicht im Fernsehen übertragen werden. Die Ausschuss-Mehrheit von Union und FDP lehnte am Donnerstag eine Anfrage des Senders Phoenix ab. Die Obfrau der Grünen in dem Ausschuss, Sylvia Kotting-Uhl, kritisierte das Votum gegen die Übertragung.

Die frühere Bundesumweltministerin (1994-1998) soll am 27. September in dem Ausschuss ihre Entscheidungen bei der Erkundung des möglichen Standorts für ein Atommüll-Endlager darlegen.

Den Salzstock Gorleben im Wendland hatte der damalige niedersächsische Ministerpräsident Ernst Albrecht 1977 als mögliches atomares Endlager vorgeschlagen. 1983 begann die Erkundung unter Tage. SPD und Grüne werfen der Regierung des damaligen CDU-Kanzlers Helmut Kohl vor, politischen Einfluss bei der Durchsetzung von Gorleben genommen zu haben. 2010 wurde zu dieser Frage der Bundestags-Untersuchungsausschuss eingerichtet.

Quelle: n-tv.de, dpa

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