Politik

Stern-RTL-Wahltrend Merkel hätte sogar vier Koalitionsoptionen

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Kanzlerin Merkel kann sich nach jetzigem Stand die Koalitionspartner aussuchen.

(Foto: REUTERS)

SPD-Spitzenkandidat Martin Schulz hat gegen die Kanzlerin gepunktet - davon sind die Sozialdemokraten überzeugt. Kurzfristig zeigt der Erfolg bei der Ehe für alle aber keinen positiven Effekt für die SPD. Die Union steht weiter prächtig da.

Gut zweieinhalb Monate vor der Bundestagswahl hält die Union weiterhin einen großen Vorsprung vor der SPD. Im neuen Stern-RTL-Wahltrend kommen CDU und CSU auf 39 Prozent, einen Punkt weniger als in der Vorwoche. Die SPD bleibt unverändert bei 23 Prozent und liegt damit 16 Punkte zurück. Der Ehe für alle, die die Partei in der vergangenen Woche gegen den Koalitionspartner durchgesetzt hatte, hat für die Sozialdemokraten damit zumindest bisher keinen spürbaren Effekt.

Auch in der Kanzlerpräferenz sieht es für die SPD weiter düster aus. Nur 22 Prozent würden sich für Parteichef und Kanzlerkandidat Martin Schulz entscheiden, 51 Prozent für Amtsinhaberin Angela Merkel von der Union. Die Kanzlerin büßt damit zwar einen Prozentpunkt ein, liegt aber immer noch weit vor ihrem Herausforderer.

Auch ansonsten gibt es in dieser Woche wenig Bewegung in der Forsa-Umfrage. Die FDP klettert um einen Punkt auf 8 Prozent, die Grünen verlieren einen und fallen auf 8. Die Linke und die AfD bleiben unverändert bei 9 beziehungsweise 7 Prozent.

Im Hinblick auf mögliche Bündnisse bedeutet das: Eine Große (62 Prozent) oder eine Jamaika-Koalition (55 Prozent) aus Union, Liberalen und Grünen verfügen zurzeit über eine bequeme Mehrheit. Für Schwarz-Gelb würde es mit 47 Prozent ebenfalls wieder knapp reichen. Merkel und die Union haben demnach aber noch eine vierte Option, denn theoretisch könnten sie auch mit den Grünen regieren. SPD, Grüne und Linke erreichen zusammen nur 40 Prozent - also zu wenig für Rot-Rot-Grün.

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Quelle: ntv.de, cro

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