Politik

Vier mutmaßliche Unterstützer Mordanklage gegen Zschäpe

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Beate Zschäpe

(Foto: dpa)

Rechtsterroristin Beate Zschäpe muss sich wegen der Mittäterschaft an zehn Morden verantworten. Das Oberlandesgericht München lässt die entsprechende Anklage zu. Mitangeklagt sind vier mutmaßliche Unterstützer.

Das Oberlandesgericht München hat die Anklage gegen die mutmaßliche Neonazi-Terroristin Beate Zschäpe in vollem Umfang zugelassen. Das sagte Zschäpes Verteidiger Wolfgang Stahl.

Damit muss sich die 38-Jährige wegen des Verdachts der Mittäterschaft an den zehn Morden des "Nationalsozialistischen Untergrunds" vor Gericht verantworten. Eine Sprecherin des Oberlandesgerichts wollte noch keinen Kommentar abgeben. Das Verfahren soll voraussichtlich im April beginnen.

Das Gericht ließ demnach auch die Anklage gegen vier mutmaßliche Unterstützer und Helfer der Gruppe zu, und zwar bis auf wenige Details unverändert. Im Eröffnungsbeschluss des 6. Strafsenats heißt es nach Angaben des "Tagesspiegel", die Angeklagten seien der ihnen vorgeworfen Straftaten hinreichend verdächtig. Nach vorläufiger Wertung bestehe die Wahrscheinlichkeit einer Verurteilung.

Die Richter ordneten zudem die Fortdauer der Untersuchungshaft gegen Zschäpe und den Ex-NPD-Funktionär Ralf Wohlleben an. Neben Zschäpe gehörten Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos dem Terror-Trio an, beide sind inzwischen tot.

Die Bundesanwaltschaft legt dem "Nationalsozialistischen Untergrund" die Ermordung von acht türkischen und einem griechischen Einwanderer sowie den Mord an einer Polizistin zur Last. Die Taten ereigneten sich zwischen 2000 und 2007. Außerdem soll der NSU zwei Bombenanschläge in Köln in den Jahren 2001 und 2004 verübt haben.

Quelle: ntv.de, dpa/rts

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