Politik

Bombenbausätze gefunden Nach Festnahme in Paris

Nach der Festnahme von vier mutmaßlichen muslimischen Extremisten in Paris haben die Ermittler Material zum Bau von Sprengsätzen in der Wohnung der Verdächtigen sichergestellt. Mehrere Bauteile seien in der Waschmaschine versteckt gewesen, verlautete aus Behördenkreisen. Bei ebenfalls gefundenen Flüssigkeiten handele es sich offenbar um Chemikalien, die in Sprengsätzen eingesetzt werden könnten.

Die Ermittler widersprachen damit den Vermutungen französischer Medien, die Verdächtigen könnten chemische oder biologische Kampfstoffe versteckt gehalten haben. Bei der Gruppe waren außerdem leere Gasflaschen, ein Schutzanzug und falsche Ausweispapiere gefunden worden. Die Vier waren am Montag im Pariser Vorort La Courneuve festgenommen worden.

Nach Angaben von Innenminister Nicolas Sarkozy standen die drei algerischen Staatsbürger und ein Marokkaner in Kontakt zu einem britischen Terrorverdächtigen. Dieser war im vergangenen Monat gefasst worden. Bei dem Verdächtigen in Großbritannien soll es sich um Rabah Kadre handeln, der im November wegen des Besitzes von "Material für die Vorbereitung, Anstiftung oder Ausführung eines Terroranschlags" festgenommen worden war. In einigen französischen Medien hieß es, Kadre habe Verbindungen zum Terrornetzwerk El Kaida.

Am Mittwoch waren auch in Großbritannien sieben Personen unter dem Verdacht, Terroranschläge geplant zu haben, festgenommen worden. Offiziellen Angaben zufolge sind die Männer nordafrikanischer Herkunft. Sie wurden bei Razzien in London und Edinburgh gefasst. Weitere Angaben über die Hintergründe machte die Polizei nicht.

Quelle: ntv.de

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