Politik

Scharping einig mit der Industrie Nachfolge für "Marder"-Panzer

Im Ringen um ein Nachfolgemodell für den alten Schützenpanzer "Marder" gibt es eine Einigung zu vermelden: Bundesverteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) und die deutsche Rüstungsindustrie verständigten sich auf eine Produktion bis zum Jahr 2004.

Geprüft würden drei Alternativen, teilte Scharping bei einem Truppenbesuch in Ulm mit. Entweder solle der "Marder" modernisiert oder der schwedische Panzer "CV 9030" gekauft und in Deutschland gemäß den Bedürfnissen der Bundeswehr umgerüstet oder ein "neuer Systemansatz auf der Basis existierender Komponenten" gefunden werden.

Diese Möglichkeiten sollten bis zur nächsten Sitzung des Verteidigungsausschusses am 14. August geprüft werden. Ursprünglich sollte ein Nachfolgemodell erst im Jahr 2008 von der deutschen Industrie auf den Markt gebracht werden. Zu spät, urteilte das Verteidigungsministerium und stoppte daher das Ausschreibungsverfahren für das "Panther" genannte Rüstungsprojekt.

Der Stopp der Ausschreibung könne für die deutschen Rüstungskonzerne Krauss-Maffei Wegmann und Rheimetall DeTec nicht überraschend gewesen sein, erklärte Scharping. Es habe in regelmäßigen Abständen Gespräche gegeben. Mit der nun getroffenen Einigung sei eine akzeptables Ergebnis in Sicht: "Druck erzeugt Innovation. Innovation erzeugt bessere Lösungen und bessere Lösungen werden eher akzeptiert", erklärte Scharping.

Der verteidigungspolitische Sprecher der Union, Paul Breuer, kritisierte hingegen, Scharping sei offenbar strategisches und industriepolitisches Denken fremd. Das Aus für den "Panther" werde zum Verlust von Know-How bei der deutschen Wehrtechnik und zum Abbau von tausenden Arbeitsplätzen führen.

Quelle: ntv.de

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