Politik

Iranische Bombe mit Folgen Nahost droht Atom-Wettrüsten

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Der Iran um Präsident Mahmud Ahmadinedschad steht im Verdacht, Nuklearwaffen zu entwickeln.

(Foto: picture alliance / dpa)

Das iranische Atomprogramm sorgt besonders in Saudi Arabien für harsche Reaktionen. Laut einem Bericht sagt ein saudischer Regierungsbeamter, sein Land müsse "nachziehen", sollte der Iran Atomwaffen entwickeln. Und so warnt die Bundesregierung vor einem nuklearen Wettrüsten im Nahen Osten.

Die Bundesregierung hat vor dem Hintergrund des iranischen Atomprogramms vor einem nuklearen Wettrüsten im Nahen Osten gewarnt. Berichte über Drohungen Saudi-Arabiens mit dem Bau einer eigenen Atomwaffe zeigten, dass ein Atomwaffenprogramm im Iran "eine regionale Instabilisierung hervorrufen könnte", sagte der Sprecher des Auswärtigen Amtes, Andreas Peschke. Die internationale Staatengemeinschaft müsse den Iran dazu bringen, von seinen atomaren Plänen Abstand zu nehmen.

Die britische Zeitung "Guardian" hatte einen hohen saudi-arabischen Regierungsbeamten in Riad mit den Worten zitiert: "Wenn der Iran eine Atomwaffe entwickelt, dann ist das für uns nicht akzeptabel und wir müssen nachziehen." Zuvor hatte ein Mitglied der Königsfamilie erklärt, die Existenz einer iranischen Atomwaffe würde Saudi-Arabien "dazu nötigen, eine Politik zu verfolgen, die unabsehbare und möglicherweise dramatische Konsequenzen" haben könne.

Der Iran steht international im Verdacht, insgeheim Atomwaffen zu entwickeln. Teheran beteuert dagegen, das Programm verfolge friedliche Zwecke.

Reger Kontakt in Nahost                                               

Die Meldungen über saudi-arabische Pläne zum Bau einer Atomwaffe könne er nicht im Detail kommentieren, erklärte Peschke. Es gebe aber regelmäßig Kontakte mit Vertretern in der Region und auch den Golfstaaten. Dabei werde "die gemeinsame Sorge über die noch offenen Fragen zum iranischen Atomprogramm sehr ausführlich besprochen".

Deutsche Sicherheitsbehörden gehen davon aus, dass der Iran weiterhin versucht, Kapazitäten für den Bau von Nuklearwaffen zu schaffen. Als Indizien dafür werden Materiallieferungen in das Land gewertet, die nur für ein solches Programm genutzt werden könnten. Die politische Entscheidung zum Bau der Bombe ist demnach aber noch nicht gefallen.

Quelle: ntv.de, dpa

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