Politik

Zusammenarbeit der Atom-Rebellen Nordkorea und Iran bandeln an

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Mahmud Ahmadinedschad empfängt Kim Yong Nam in Teheran.

(Foto: dpa)

Offiziell geht es um Energie, Umwelt, Landwirtschaft und Lebensmittel. Doch die Vermutung liegt nahe, dass Nordkorea und der Iran auch über ihre Atomprogramme sprechen, wenn sie nun eine verstärkte Zusammenarbeit ankündigen. Dem Iran wird vorgeworfen, nach der Atombombe zu streben, Nordkorea hat sie wohl schon.

Schulterschluss gegen die USA: Der Nordkorea rüstet atomar auf und Nordkorea wollen künftig enger zusammenarbeiten und so den USA die Stirn bieten. Zu diesem Zweck unterzeichneten Vertreter beider Länder in Teheran mehrere Vereinbarungen, wie das Büro von Präsident Mahmud Ahmadinedschad mitteilte.

Bei einem Treffen mit Nordkoreas zeremoniellem Staatsoberhaupt Kim Yong Nam sagte Ahmadinedschad demnach mit Blick auf die USA: "Die Imperialisten haben Nordkorea sowie den Iran unter politischen Druck gesetzt, weil sie nicht wollen, dass diese beiden Länder unabhängig bleiben und mehr Macht bekommen."

Kim Yong Nam, der am Mittwoch zum Iran lädt Hamas ein nach Teheran gereist war, sagte, sein Land wolle die Beziehungen zum Iran auf mehreren Feldern stärken. Konkret geht es bei den Vereinbarungen um Austauschprogramme für Studenten, sowie um eine engere Zusammenarbeit bei der Forschung in den Bereichen Energie, Umwelt, Landwirtschaft und Lebensmittel.

Sowohl dem Iran als auch Nordkorea wird vom Westen nachgesagt, nach der Atombombe zu streben.

Iran demonstriert Stärke

Der Iran kündigt außerdem ein Großmanöver zur Luftverteidigung an. Bei der Übung solle eine Notfallsituation simuliert werden, sagte der Chef der Luftwaffe, Farsad Esmaili, dem Sender Press TV. An dem Manöver würden sowohl die Armee als auch das Korps der Islamischen Revolutionsgarden beteiligt. Im Juli hatte der Iran den Test einer mit einem neuen Steuerungssystem versehenen Kurzstreckenrakete gemeldet, die Ziele auf See und an Land treffen könne.

Wegen des Atomprogramms des Landes sind in jüngster Vergangenheit verstärkt Sorgen laut geworden, Israel könne iranische Nuklearanlagen angreifen.

Quelle: n-tv.de, dpa/rts

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