Politik

Kein weiteres Jahrzehnt des Wartens Obama verteidigt Nahost-Plan

US-Präsident Obama bekräftigt seinen Vorschlag, Israelis und Palästinenser sollten Friedensgespräche auf Basis der Grenzen von 1967 führen. Er vertrete damit nur, was in den USA schon lange konsensfähig sei.

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Barack Obama bei seinem Auftritt vor der AIPAC.

(Foto: AP)

US-Präsident Barack Obama hat seinen Vorschlag verteidigt, neue Nahost-Friedensgespräche zwischen Israelis und den Palästinensern auf der Basis der Grenzen von 1967 zu beginnen. Er sei "nicht überrascht" gewesen, dass seine entsprechenden Äußerungen eine Kontroverse ausgelöst hätten, sagte Obama in einer Rede vor der AIPAC, der größten israelischen Lobby-Organisation in den USA.

Allerdings sei die Vorstellung, die er in seiner Grundsatzrede geäußert hatte, nicht neu, sondern schon seit langem die Haltung der USA. "Was ich getan habe, war öffentlich auszusprechen, was schon lange privat anerkannt wurde."

Obama begründete seinen Vorstoß damit, dass es für einen Frieden in Nahost höchste Zeit sei. "Wir können es uns nicht leisten, ein weiteres Jahrzehnt zu warten, oder zwei Jahrzehnte, oder drei, bis wir den Frieden erreichen", betonte er.

Zugleich sagte Obama, wie er seinen Vorschlag definiere: So würden die Grenzen zwischen Israel und einem palästinensischen Staat am Ende der Verhandlungen anders aussehen als jene, die am 4. Juni 1967 vor dem Sechstagekrieg existierten. "Das erlaubt den Verhandlungsparteien, selbst die Veränderungen der letzten 40 Jahre einzubeziehen, inklusive der demografischen Veränderungen auf dem Boden und die Bedürfnisse beider Seiten", sagte Obama.

Quelle: ntv.de, dpa