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Wahlkampf? Welcher Wahlkampf? Parteien können sich nur belauern

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Angela Merkel ist immer noch fast dreimal so beliebt wie Peer Steinbrück.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Bundestagswahl rückt näher, aber keine der Parteien schafft es bislang, sich im "Stern"-RTL-Wahltrend deutlich zu verbessern. Im Gegenteil: Alle Werte sind erstaunlich stabil. Keines der Lager kann damit zufrieden sein.

Laut des aktuellen "Stern"-RTL-Wahltrends von Forsa stabilisieren sich die Kräfteverhältnisse der politischen Lager. Nachdem die Union in der Vorwoche einen Prozentpunkt hatte abgeben müssen, gewinnt sie nun einen hinzu und liegt wieder bei 41 Prozent. Die Grünen verloren den in der Vorwoche zugelegten Punkt und landen wieder bei 13 Prozent.

Alle weiteren Parteien verzeichnen im "Stern"-RTL-Wahltrend keine Veränderung. Die SPD liegt damit weiterhin bei 24, die Linke bei 8 und die FDP bei 4 Prozent. Piraten und AfD bleiben jeweils bei 3 Prozent.

Mit dieser Situation können weder das Regierungslager, noch SPD und Grüne zufrieden sein: Die FDP würde wegen der 5-Prozent-Hürde nicht in den Bundestag einziehen und als Koalitionspartner für die eigentlich sehr starke CDU/CSU ausfallen. Zwar hat die Union auch alleine mehr Stimmen als SPD und Grüne zusammen, doch die 8 Prozent der Linkspartei machen eine Alleinregierung unmöglich.

Wirtschaftserwartungen uneinheitlich

Einen ganz kleinen Lichtblick für die SPD gibt es beim Thema Kanzlerpräferenz: Kandidat Peer Steinbrück würden 20 Prozent der Befragten direkt wählen, wenn sie es könnten. Das ist noch weit von den Beliebtheitswerten der Kanzlerin entfernt, aber für den SPD-Politiker ein relativ guter Wert und ein Punkt über dem Ergebnis der Vorwoche. Angela Merkel verlor zwei Prozentpunkte und liegt nun bei für sie relativ schlechten 57 Prozent. Noch immer kann man aber sagen: Bei einer Direktwahl des Kanzlers bekäme Merkel fast dreimal so viele Stimmen wie ihr Herausforderer.

Bei der Frage nach den Wirtschaftserwartungen zeigt sich ein uneinheitliches Bild: Zwar meinen mehr Menschen, dass sich die Verhältnisse verbessern werden (17 statt 15 Prozent). Allerdings glauben auch etwas mehr Menschen, dass sie sich verschlechtern werden (45 statt 44 Prozent). Der Index für die Wirtschaftserwartungen verändert sich darum nur gering von -29 auf -28 Punkte.

Die Umfragewerte des Instituts Forsa wurden in einer Befragung von 2508 Personen in der Zeit vom 27. bis 31. Mai erhoben.

Quelle: n-tv.de, che

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