Politik

AfD bei drei Prozent Schwarz-Gelb ohne Mehrheit

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Bei der Feier zum 150. Geburtstag der SPD begrüßt Parteichef Gabriel Kanzlerin Merkel. Nach der Wahl könnten die beiden sich in Sondierungsgesprächen wiedersehen.

(Foto: dpa)

CDU und CSU liegen 16 Prozentpunkte vor der SPD - und doch ist völlig offen, ob sie im September wieder zusammen mit der FDP eine Regierung bilden können. Ungeachtet der Pädophilie-Debatte können die Grünen ihren Wert aus der Vorwoche verbessern.

Der Ausgang der Bundestagswahl ist nach wie vor völlig offen. Zwar bleibt die Union im "Stern-RTL-Wahltrend" mit Abstand stärkste Kraft, doch ist die FDP weiterhin ein Wackelkandidat.

Die Union fällt in der Forsa-Umfrage im Vergleich zur Vorwoche um einen Punkt auf 40 Prozent. Die FDP verharrt bei 4 Prozent und würde so den Wiedereinzug in den Bundestag verfehlen. Gemeinsam kämen beide Parteien nur auf 44 Prozent.

Forsa-Chef Manfred Güllner schätzt aber die Chance der Liberalen, bei der Wahl über 5 Prozent zu kommen, als hoch ein. "Viele Wähler können sich vorstellen, der FDP ihre Stimme zu geben. Sie entscheiden sich aber erst kurz vor der Wahl", sagte er.

Eine Mehrheit ist Schwarz-Gelb damit jedoch nicht sicher: Die drei im Bundestag vertretenen Oppositionsparteien erzielen zusammen 46 Prozent. Die SPD erreicht unverändert 24 Prozent, die Grünen verbessern sich um einen Punkt auf 14 Prozent, die Linke hält sich bei 8 Prozent. Den leichten Anstieg bei den Grünen kommentierte Güllner mit den Worten: "Die Steuererhöhungs- und die Pädophilie-Debatte irritieren ihre Stammwählerschaft nicht."

Die Piraten (unverändert 3 Prozent) und die Alternative für Deutschland (wie in der Vorwoche 3 Prozent) hätten derzeit keine Chance auf einen Einzug in den Bundestag.

Forsa befragte zwischen dem 21. und 24. Mai im Auftrag des Magazins "Stern" und des Fernsehsenders RTL 2001 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger.

Quelle: n-tv.de, hvo/rts

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