Politik

Unruhen in Ungarn Proteste gehen weiter

In der ungarischen Hauptstadt Budapest haben in der Nacht zum Sonntag wieder Tausende Menschen gegen die Regierung von Ministerpräsident Ferenc Gyurcsany demonstriert. Allerdings hat die Zahl der Demonstranten abgenommen.

Während sich am Samstagabend bis zu 50.000 Menschen am Kossuthplatz vor dem Parlament versammelt hatten, waren es in der Nacht zum Montag nach Augenzeugenangaben weniger als 10.000 Demonstranten. Auslöser der Massenkundgebungen von Anhängern rechter Oppositionsparteien war die Veröffentlichung einer parteiinternen Rede des sozialistischen Ministerpräsidenten Gyurcsany (45), in der dieser einräumt, das Volk belogen zu haben, um die Parlamentswahl im April 2006 zu gewinnen.

Mehrere Redner verlangten eine "Amnestie" für mehr als 150 Randalierer, die in den vergangen Tagen bei Ausschreitungen festgenommen wurden. Am Montag wollten Vertreter der Demonstranten der Parlamentspräsidentin Katalin Szili eine Petition übergeben, in der der Rücktritt der Regierung, die Bestellung einer Übergangsregierung sowie die Einberufung einer "verfassunggebenden Nationalversammlung" verlangt wird.

Quelle: ntv.de

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