Politik

Beim Auslaufen in Israel Raketenteile fallen auf Aida-Kreuzfahrtschiff

Ein Kreuzfahrtschiff des Unternehmens Aida Cruises gerät in den eskalierten Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern. Trümmerteile mehrerer abgefeuerter Raketen fallen auf das Schiff Aida Diva. Keiner der 2700 Menschen an Bord kommt zu Schaden.

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Die "AIDAdiva" des Rostocker Kreuzfahrtunternehmens AIDA Cruises wurde im April 2007 in Dienst gestellt.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Ein deutsches Kreuzfahrtschiff ist in einem israelischen Hafen von Raketenteilen getroffen worden. Auf das Deck der "Aida Diva" des Reiseanbieters Aida Cruises seien im Hafen von Ashdod Raketentrümmer niedergegangen, berichtet die ARD unter Berufung auf einen Urlauber, der sich an Bord des Schiffes befand. Es war zunächst unklar, ob es sich um Teile palästinensischer Raketen oder israelischer Abwehrraketen handelte. Der israelische Hafen Ashdod liegt etwa 30 Kilometer nördlich des Gazastreifens.

Die Reederei teilte in Rostock mit, bei dem Vorfall sei keiner der 2700 Gäste und Crew-Mitglieder verletzt worden. Auf seiner "Facebook"-Seite schrieb das Unternehmen, während des Auslaufens aus dem Hafen sei es am Montag "gegen 20.28 Uhr Ortszeit in Ashdod zu Explosionen" gekommen, die vom Schiff aus beobachtet worden seien. Es sei kein Schaden am Schiff entstanden. Allerdings seien Kleinstpartikel, die nach ersten Einschätzungen von Sicherheitsexperten von israelischen Abwehrraketen stammen könnten, auf dem Passagierdeck gefunden worden, hieß es weiter. Das Schiff habe seine Fahrt in Richtung Kreta fortgesetzt.

Das Auswärtige Amt verschärfte wegen des Vorfalls seine Sicherheitshinweise und riet Bundesbürgern von nicht notwendigen Aufenthalten in einem Radius von 40 Kilometern um den Gazastreifen ab. Mit dem Abfeuern etlicher Raketen auf Israel durch die radikalislamische Hamas eskalierte die seit Wochen angespannte Lage im Konflikt mit Israel weiter. Das israelische Militär flog Luftschläge im Gaza-Streifen.

Quelle: ntv.de, ppo/dpa/rts