Politik

Erneuerung im Irak Razzien in Bagdad

Mit nächtlichen Razzien in mehreren Vierteln von Bagdad haben das US-Militär und die irakischen Sicherheitskräfte ihre neue Kampagne für mehr Sicherheit in der Hauptstadt begonnen. Nach Informationen des Nachrichtensenders Al-Arabija nahmen amerikanische Soldaten dabei in der Nacht zum Donnerstag unter anderem einen hochrangigen Beamten des Gesundheitsministeriums fest. Amerikanische Offiziere hatten am Mittwoch erklärt, der Bagdader Sicherheitsplan sei ein Prozess mit vielen Einzelschritten und keine große militärische Offensive.

Die sunnitische Islamische Partei forderte die Regierung unterdessen auf, endlich etwas gegen Milizen zu unternehmen, die unter dem Deckmantel der Sicherheitskräfte operierten. Die Angriffe dieser Milizen auf Wohnviertel in Bagdad hätten in den vergangenen zwei Wochen stark zugenommen, erklärte die Partei. Auch die US-Armee lasse die Milizionäre gewähren, da diese bei ihren kriminellen Taten in den Uniformen der staatlichen Sicherheitskräfte aufträten.

Bei einem Angriff auf den Konvoi eines Parlamentsabgeordneten der schiitischen Fadhila-Partei sei am Donnerstag ein Leibwächter verletzt worden, berichtete Al-Arabija. Die Polizei berichtete, in Al-Suwaira, 50 Kilometer südlich von Bagdad, seien in der Nacht acht Menschen ums Leben gekommen, als kurz hintereinander zwei Sprengsätze explodierten. 20 weitere Menschen wurden verletzt.

Bei einem Autobombenanschlag auf einem Gemüsemarkt im irakischen Asisija kamen am Donnerstag zehn Menschen ums Leben. Mindestens 20 weitere Menschen seien verletzt worden, teilte die Polizei mit. Asisija liegt 100 Kilometer südlich von Bagdad und ist hauptsächlich von Schiiten bewohnt.

Quelle: ntv.de