Politik

Blutvergießen in Nepal Rebellen starten Offensive

Bei einer Großoffensive der maoistischen Rebellen in Nepal sind in der Nacht zum Montag mindestens 57 Soldaten und Polizisten sowie ein Zivilist getötet worden. Nach Berichten des staatlichen Rundfunks griffen hunderte Rebellen zunächst die Polizeistation und das Armeequartier in Sandhikhara, rund 300 Kilometer westlich der Hauptstadt Kathmandu, an und steckten dann weitere Regierungsgebäude in Brand.

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums wurden zwei Soldaten und ein Regierungsbeamter von den Rebellen entführt. Es bestätigte 40 getötete Polizisten und 17 gefallene Soldaten. Frühere Berichte hatten von mehr Opfern gesprochen.

In einer Rettungsaktion wurden 21 bei dem Angriff verletzte Soldaten und Polizisten zur Krankenhausbehandlung in die nächste größere Stadt Pokhara gebracht. Ein weiterer Rettungsflug habe umkehren müssen, weil er angegriffen worden sei, berichtete ein Sprecher des Innenministeriums.

Erst am Sonntag töteten Rebellen bei einem Angriff auf eine Polizeikaserne südöstlich von Kathmandu nach Angaben der Behörden rund 50 Polizisten. Die Rebellen haben ihre Angriffe verstärkt, seit der Notstand in Nepal Ende August nach rund neun Monaten wieder aufgehoben wurde.

Ziel der Rebellen, die sich an den Ideen des früheren chinesischen Kommunistenchefs Mao Tse-tung orientieren, ist die Errichtung einer kommunistischen Republik in dem hinduistischen Königreich Nepal. Im November des vergangenen Jahres waren Gespräche zur Beilegung des seit 1996 anhaltenden Konflikts gescheitert. In dem Konflikt kamen mehr als 4 800 Menschen ums Leben, davon allein mehr als 3 000 seit dem Scheitern der Friedensgespräche.

Quelle: ntv.de

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.