Politik

Die verfeindete Opposition im Syrienkrieg Rebellen und Dschihadisten bekämpfen sich

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Wer kämpft gegen wen? In Syrien sind die Fronten immer unklarer.

(Foto: REUTERS)

Die Lage in Syrien wird immer katastrophaler. Mittlerweile liefern sich die Gegner von Präsident Assad erbitterte Kämpfe. Bei einem Racheakt der syrischen Luftwaffen wird auch die einzigartige Kreuzritterburg Krak des Chevaliers beschädigt.

In Syrien weitet sich der Bürgerkrieg immer weiter aus. Inzwischen feuern auch die Gegner von Präsident Baschar al-Assad aufeinander. So kam es am Samstag in der nördlichen Provinz Idlib zu Kämpfen zwischen Dschihadisten des Al-Kaida-Ablegers Islamischer Staat im Irak und Rebellen. Das berichtet die oppositionelle syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Wie viele Tote und Verletzte es dabei gab, ist noch unklar. Der Anlass für die Kämpfe war, dass die so genannten Gotteskrieger zuvor einen der führenden Kommandeure der Freien Syrischen Armee getötet hatten.

Radikale Islamisten aus Jordanien gaben an, dass zuletzt Hunderte ausländische Dschihadisten über die Türkei nach Syrien gekommen seien. Inwieweit diese Berichte zutreffen, ist allerdings unklar. Meldungen aus Syrien sind von unabhängiger Seite nur schwer zu überprüfen.

Neben einer großen Zahl radikaler Islamisten, die der sunnitischen Glaubensrichtung anhängen, sind im Syrienkonflikt auch zahlreiche schiitische Kämpfer aktiv - allerdings an der Seite der Regierungstruppen. So kämpft die vom Iran unterstützte libanesische Hisbollah gemeinsam mit Assad-Soldaten gegen die Rebellen in Homs.

Assad lässt weiter bomben

In der Protesthochburg Homs setzte das Regime von Präsident Baschar al-Assad seine Militäroffensive fort. Angesichts der andauernden Belagerung und Kämpfe in Homs bangen die Vereinten Nationen um das Leben zahlreicher Zivilisten, die sich noch in der Stadt aufhalten. UN-Nothilfekoordinatorin Valerie Amos und UN-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay erklärten, dass bis zu 2500 Menschen dort festsäßen. Da sich auch bewaffnete Kämpfer in der Stadt aufhielten, seien die Zivilisten in großer Gefahr. Amos und Pillay forderten die Konfliktparteien zu einer Waffenruhe auf, um den Menschen die Flucht zu ermöglichen und Helfern den Zutritt zu erlauben.

Bei den schweren Gefechten in der Region wurde nach Angaben von Aktivisten auch die Kreuzritterburg Krak des Chevaliers beschädigt. Einer der Türme des Bauwerks - das zum Unesco-Weltkulturerbe zählt - wurde am Freitag bei einem Luftschlag getroffen, wie Videos im Internet zeigen. Die Burg - die zwischen 1142 und 1271 entstand - liegt in der Provinz Homs und gehört zu den am besten erhaltenen ihrer Zeit.

Nach Angaben des Leiters der Syrischen Beobachtungsstelle für  Menschenrechte, Rami Abdel Rahman, könnte es sich um eine Vergeltungsmaßnahme der syrischen Luftwaffe handeln. Zuvor hatten Rebellen von dem Berg mit der Festung aus das alawitische Dorf Kumeiri angegriffen und fünf Menschen getötet - Präsident Assad  gehört der Minderheit der Alawiten an, einer Abspaltung der Schiiten.

Quelle: ntv.de, ghö/dpa/AFP

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