Politik

"Ich bin nicht der Präsident" Rodman gibt nach Kim-Visite klein bei

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Auf dem Pekinger Flughafen muss sich Dennis Rodman rechtfertigen.

(Foto: imago/Imaginechina)

Auf dem Rückweg von seiner Geburtstagsaudienz bei Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un schwant Dennis Rodman: Zu Hause kommt seine Aktion nicht so wirklich gut an. Eilig versucht er die Wogen zu glätten. Doch selbst Mike Tyson steht ihm nun nicht mehr bei.

Der frühere Basketballstar Dennis Rodman hat sich nach seinem umstrittenen Besuch in Nordkorea erneut kleinlaut entschuldigt. "Es tut mir leid", sagte der 52-Jährige auf dem Flughafen von Peking peinlich berührt.

Der fünfmalige NBA-Champion hatte dem nordkoreanischen Diktator Kim Jong-Un bei seinem vierten Trip in das kommunistisch geführte Land ein Geburtstagsständchen gesungen und sich weltweit lächerlich gemacht. "Ich bin nicht der Präsident. Ich bin kein Botschafter. Ich bin Dennis Rodman", sagte der Exzentriker.

Zuvor war Dennis "the menace" (die Bedrohung) international kritisiert worden, weil er die Missachtung der Menschenrechte in Nordkorea ignoriere. Neue Schlagzeilen drohen, schon im kommenden Monat will Rodman zurückkehren.

"All den Kram" auch mal vergessen

"Ich liebe mein Land. Ich würde Amerika gegen nichts in der Welt tauschen", sagte Rodman. Seinen Fauxpas redete er klein. Für einen Tag müsse es doch erlaubt sein, "Politik und all den Kram" zu vergessen. Egal, was in der Welt passiere.

Schon vor der Reise Richtung Nordkorea, wo er an der Seite anderer ehemaliger NBA-Größen ein Showspiel absolvierte, hatte sich der gepiercte und großflächig tätowierte Rodman disqualifiziert. "Er ist mein Freund, und ich liebe ihn", sagte der Basketball-Punk über sein Verhältnis zu Kim Jong-Un.

Selbst der frühere Box-Weltmeister Mike Tyson, auf der Suche nach Fettnäpfchen selbst kein Kind von Traurigkeit, schämt sich für seinen Landsmann. Rodmans Aktion sei ein "Verrat", sagte er.

Quelle: n-tv.de, jog/sid

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