Politik

"Wie im Kalten Krieg" Russische Bomber nähern sich US-Luftraum

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Friedliche Koexistenz: Im Sommer 1999 begleitet ein US-Kampfjet bei einer Übung nahe Island eine russische Tu-95.

(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Russische Tupolew-Bomber dringen in die Pufferzone um den Luftraum der USA und Kanadas ein. Die US-Armee zeigt sich besorgt. Der Chef der US-Streitkräfte im Pazifik fordert Konsequenzen.

Flüge von russischen Langstreckenbombern in die Nähe des amerikanischen Luftraums beunruhigen die US-Armee. Der Chef des Pazifikkommandos der US-Streitkräfte, Admiral Samuel Locklear, sprach von Aktivitäten "im Stil des Kalten Kriegs".

Nach Angaben der US-Armee hatten sich russische Maschinen vom Typ Tupolew Tu-95 in der vergangenen Woche dem kanadischen und US-Luftraum genähert. In beiden Ländern stiegen daraufhin Kampfjets auf, um die russischen Flugzeuge abzufangen.

Vergleichbare Vorfälle habe es seit etwa zehn Jahren nicht mehr gegeben, sagte Locklear. Die Wiederkehr dieser Flüge sei besorgniserregend. "Das ist eine Sache, die wir sehr genau beobachten."

In den Luftraum der USA und Kanadas waren die russischen Bomber zwar nicht eingedrungen. Locklear zufolge befanden sich die Maschinen aber in der "Air Defense Identification Zone", einer Region, die als eine Art Pufferzone um das eigentliche Hoheitsgebiet fungiert.

Locklear äußerte sich bei einer Pressekonferenz (hier das Video; ab 27:20 geht es um Russland). "Wenn Sie mir diese Frage vor zwei Jahren gestellt hätten, wäre die Antwort eine andere gewesen", so der Admiral.

Die russische Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim sowie die Unterstützung der Separatisten in der Ostukraine durch Russland haben das russisch-amerikanische Verhältnis schwer belastet. Indirekt forderte Locklear, die USA müssten Konsequenzen aus dem Vorgehen der Russen ziehen. "Wir müssen darüber nachdenken, was das für die Sicherheit der Region und die Sicherheit unserer Heimat bedeutet."

Quelle: ntv.de, hvo/rts

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